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Eckernförde Nachbarn fordern Planung mit Rücksicht
Lokales Eckernförde Nachbarn fordern Planung mit Rücksicht
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18:39 14.06.2019
Von Cornelia Müller
Das Luftbild zeigt die landwirtschaftlichen Flächen am Freesenberg. Auf auf den zwei linken Äckern sollen bis zu 270 Wohneinheiten entstehen. Quelle: Ulf Dahl
Altenholz

Bürger hatten am Donnerstagabend das Wort zu den erstmals konkretisierten Plänen.

Aber auch die Präsentation, die das Hamburger Stadtplanungsbüro Evers und Küssner anhand der bisher zwischen Kommunalpolitik und Investor May und Co. diskutierten Eckpunkte gefertigt hat, „ist noch ein recht grober Entwurf“, stellten Planer Christian Evers wie Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) klar.

Nur auf den ersten Blick überrascht es, dass Altenholzern im Zusammenhang mit Neubauten am nördlichen Ortsrand heute schon der Starkregen von Morgen Kopfzerbrechen macht.

Wo bleiben die Wassermassen nach Starkregen?

Die 16 Hektar große, noch landwirtschaftliche Fläche liegt geringfügig höher als ein Teil der Häuser am Freesenberg. Bei extremen Wolkenbrüchen lief das Wasser mehrfach nicht schnell genug über die Regenwasserkanäle ab. Es floss in Keller.

Angst der Anwohner: Wenn so viele Haushalte mehr einleiten, kommt es automatisch zu Überschwemmungen. So löcherten viele der knapp 80 Besucher die Planer Christian Evers und Anke Warnke hartnäckig. Und tatsächlich trifft der Plan Vorsorge.

Das gesamte Oberflächenwasser aus dem Neubaugebiet, in dem überwiegend Einfamilienhäuser und im Norden einige Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, wird nach Norden geleitet. Bei Postkamp ist ein 6500 Kubikmeter fassendes Regenrückhaltebecken vorgesehen.

Neubaugebiet in Altenholz möglichst wenig versiegeln

In diesem Puffer würden sich Wassermassen sammeln, um nach und nach zur Mühlenau abzufließen. Schmutzwasser soll dagegen nach Süden in die groß genug ausgelegte Ortskanalisation geleitet werden.

Auch von Bedeutung: Wie viel Fläche wird versiegelt, wie viel Wasser versickert? Der Untergrund ist am Freesenberg wie am Kapenhof lehmig und nur bedingt durchlässig.

„Ein Drittel des Oberflächenwasser verdunstet, wenn eine Fläche offen ist“, erläuterte Warnke. „Um so wichtiger, dass keine Schottergärten mit Folie angelegt werden dürfen“, warfen Anwohner ein. Ehrich: „Wir werden alles ausloten, inwieweit der B-Plan bepflanzte Gärten festlegen darf.“

Altenholzer kritisieren Abstand zu den Häusern am Freesenberg

Eine Anwohnerin fürchtete, „später wie auf dem Gefängnishof zu wohnen“. Sie kritisierte 30 Meter Abstand zwischen Häusern beider Gebiete als zu gering und forderte 30 Meter zwischen Grundstücksgrenzen.

Die Planer entgegneten, der Gehölzstreifen zwischen beiden Arealen bleibe wie die anderen Knicks erhalten. Der angrenzende Grüngürtel werde zudem auf zehn Meter verbreitert. Optisch ändere sich für Anlieger kaum etwas.

Ins Gebiet Freesenberg hinein ist ein Fuß- und Radweg vorgesehen, den nur Rettungsdienste mit dem Wagen benutzen können. Der übrige Verkehr soll laut Plan mit Tempo 30 über die Straße Am Kapenhof ins Neubaugebiet fließen.

Bauausschuss Altenholz erörtert Argumente der Bürger

Ein möglicher Grundstücksbewerber regte an, „die Hauptachse glich breiter zu planen, weil Familien künftigmehr als zwei Autos haben und mehr Parkfläche brauchen.“

Dem Bauausschuss wird der aktuelle Stand zum Bebauungsplan 41 am Montag, 24. Juni, 17.30 Uhr, öffentlich vorgestellt. Anmerkungen der Bürger sollen Niederschlag in der Erörterung finden. Für die Änderung des Flächennutzungsplans will der Ausschuss dann schon Weichen stellen.

Diskussion über das Baugebiet in vollem Gang

Für das Baugebiet Am Kapenhof müssen der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Weichen stellt die Politik.  Bisher gibt es nur die grundsätzliche Aussage zugunsten des Projekts von CDU, SPD, AWG. Die Grünen sind skeptisch bezüglich Standort wie Dichte. Umweltaspekte haben alle Parteien im Blick. Die Grünen gehen weiter und wollen eine ökologische Bauweise. Investor May und Co., auch Bauherr der Ladezeile Stift, will das Gebiet entwickeln und plant bis zu 270 Wohneinheiten, überwiegend als Einfamilienhäuser. Die Gemeinde möchte auch Geschosswohnungen am nördlichen Rand der 16 Hektar Fläche. Bürgermeister Carlo Ehrich macht sich hier für geförderte Wohnungen stark. Altenholz habe nur noch 80 Einheiten mit Mietpreisbindung. Laut Investor sind alle Grundstücke reserviert, die Warteliste sei voll. Baurecht kann es frühstens 2020 geben. Diskutiert wird über das Projekt schon seit 2017.

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