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Eckernförde Nooröffnung: Intensive Bohrungen nötig
Lokales Eckernförde Nooröffnung: Intensive Bohrungen nötig
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07:11 29.05.2018
Von Tilmann Post
Das Baufeld auf dem Gebiet der Nooröffnung an der Noorstraße ist geräumt. Nun werden Probebohrungen vorgenommen. Quelle: tilmann Post
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Eckernförde

Mit den Proben wird die Belastung eingegrenzt, denn laut Ralf-Dieter Beck von der Fachgruppe Bodenschutz und Abfall konzentrieren sich die Öl-Altlasten auf rund 1000 Quadratmeter am ehemaligen Aldi-Standort. Nach den Bohrungen soll klar sein, welche Erdmassen nach der Ausbaggerung besonders entsorgt werden müssen.

Regenwasser spülte Altlasten in den Hafen

Im April war klar geworden, dass das Gelände belastet ist. Denn mit dem Abbruch des Aldi-Markts wurde auch die Oberflächenversiegelung abgetragen. Daraufhin drang Regenwasser in den Boden ein und spülte Ölreste durch einen Schacht in den Noor-Kanal. Der Grund: An der Stelle gab es früher eine Werkhalle der Kreisbahn, deren Arbeitsgruben für Fahrzeuge später einfach zugeschüttet wurden.

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Feuerwehr legte Ölsperre

Die Schadstoffe gelangten durch das geöffnete Absperrtor zwischen Windebyer Noor und Hafen in die Ostsee. Das rief einen Feuerwehreinsatz hervor. Nachdem die Quelle identifiziert worden war, wurde der Schacht zum Noor-Kanal abgedichtet.

Intensive Probebohrungen nötig

Um die Altlasten einzugrenzen, wird jetzt intensiv gebohrt. Während das rund ein Hektar große Areal ohnehin in 22 Planquadrate mit jeweils zwei Bohrungen eingeteilt wurde, werden auf den betroffenen 1000 Quadratmetern sechs bis acht Proben pro Feld genommen. Dazu geht es rund sieben Meter in die Tiefe. Die Zusatzarbeiten werden das Projekt voraussichtlich nicht verzögern.

Christoph Rohde 28.05.2018
Jürgen Griese 28.05.2018
Jürgen Griese 28.05.2018