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Eckernförde Amtsgericht bremst Verein Dörpsmobil aus
Lokales Eckernförde Amtsgericht bremst Verein Dörpsmobil aus
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17:45 27.03.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Schwedeneck

Gudrun Dorow, Vorsitzende von „ Dörpsmobil im Wohld“, war fassungslos, als einen Tag nach der ersten Mitgliederversammlung des Vereins im März die Ablehnung des Amtsgerichts im Postkasten lag. Sie habe den Eintrag zur Vereinsgründung noch Ende letzten Jahres eingereicht, aber zunächst nichts gehört. Grund für die Ablehnung ist nach Angaben der Schwedeneckerin wohl der Eindruck, man wolle einen Wirtschaftsbetrieb aufbauen, der auf Gewinn aus ist.

Es geht um kostendeckenden Betrieb

Dabei, sagt Gudrun Dorow, geht es beim Verein Dörpsmobil doch darum, als Betreiber lediglich einen kostendeckenden Betrieb des Leihfahrzeugs zu organisieren. „Wir wollen alten Leuten und jungen Familien Beweglichkeit ermöglichen – und das so umweltfreundlich wie möglich“, sagt sie. Auch andere Gemeinden interessieren sich dafür.

Mobilitätsstation in Surendorf

Die Gemeinde möchte das Projekt möglichst noch in diesem Jahr in Fahrt bringen, erklärt auch Bürgermeister Sönke Paulsen (CDU): So stellte die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung das Geld für die Mobilitätsstation mit öffentlicher Ladesäule bereit. Diese soll nach derzeitigem Stand auf dem Parkplatz an der Ecke Seestraße/Eckernförder Straße im Ortsteil Surendorf entstehen.

Warten auf den Eintrag ins Vereinsregister

Die Gemeinde wird auch Mitglied im Verein und least das E-Auto, erklärt der Bürgermeister. Auch das beschloss die Gemeindevertretung. Denn der Verein befinde sich ja noch in der Gründungsphase und habe noch keine finanziellen Mittel. Solange der Verein nicht ins Register eingetragen sei, könne Dörpsmobil gar kein kein Konto eröffnen, ärgert sich Gudrun Dorow über die Verzögerung durch die Entscheidung des Amtsgerichts. „Wir brauchen eine Versicherung, einen Internetauftritt!“

Satzung überarbeitet

Schwedeneck hatte sich bei seiner Satzung an bestehenden Vereinen orientiert – deshalb wundert sie die Ablehnung. Allerdings bremst das nicht ihren Elan für die Idee des E-Carsharings nach Klixbüller Vorbild. Man habe die Satzung bereits überarbeitet und alles herausgenommen, „was irgendwie zweideutig sein könnte“. Gudrun Dorow hofft, dass das Amtsgericht nun zustimmt. Dieses konnte sich  am Mittwoch noch nicht zu den Gründen für die Ablehnung äußern.

Gemeinde least das E-Mobil

Angesichts der widrigen Umstände freut sich die Vereinsvorsitzende umso mehr, dass die Gemeinde sich entschlossen hat, das E-Dörpsmobil zu leasen: „Das bringt die Geschichte nach vorne!“ Das Ausleihen des E-Autos soll bezahlbar für die Mitglieder sein, die sogar Fahrgemeinschaften bilden können. Wann Schwedeneck an den Start geht, hängt aber auch davon ab, „wann wir die Ladesäule und ein Fahrzeug bekommen“, erklärt Bürgermeister Sönke Paulsen.

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