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Eckernförde Solarpark an der Bahntrasse geplant
Lokales Eckernförde Solarpark an der Bahntrasse geplant
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06:34 27.02.2020
Von Christoph Rohde
Freiflächen-Solarparks, wie hier bei Felde, ziehen sich häufig entlang von Autobahnen. Aber auch an Bahntrassen sind sie möglich und können innerhalb eines 110 Meter breiten Streifens entstehen. Quelle: Ulf Dahl
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Eckernförde

Wer die Autobahn 7 Richtung Flensburg fährt, kennt solche Freiflächen-Solaranlagen, die sich kilometerlang an der Fahrbahn entlang ziehen. Da Autobahnen und Zugtrassen als vorbelastet gewertet werden, sind an ihnen solche Sonnenparks möglich. In einem 110 Meter breiten Begleitstreifen können sie entstehen. Allerdings nicht unbegrenzt. Laut Andreas Jordt, Geschäftsführer der Naveda GmbH, sind die Umfänge generell auf zehn Megawatt pro Gemeinde limitiert. Der neue Solarpark Rögen soll 6,5 Megawatt leisten. Betroffen von dem Projekt sind neben Eckernförde die Gemeinden Barkelsby und Gammelby.

Großteil der Gewerbesteuer bleibt vor Ort

Nach Angaben von Jordt ist der Grundbesitzer schon länger im Boot. In den betroffenen Kommunen ist das Projekt noch nicht näher beraten worden. Sie würden von Gewerbesteuer-Einnahmen profitieren. Üblicherweise verbleiben 70 Prozent des Steueranteils in der Standortgemeinde und 30 Prozent in der Gemeinde des Geschäftssitzes. Jordt verweist darauf, dass unter Umständen auch höhere Sätze für die Projektgemeinden möglich seien. Die Grundfläche des Solarparks befindet sich derzeit in landwirtschaftlicher Nutzung, sie würde dann in eine Gewerbefläche umgewandelt.

Auch in Bürgerinvest ist möglich

Auf Nachfrage der Grünen soll auch ein Bürgerinvest möglich sein. Der Strompreis ist noch offen. Erhält der Projektierer den Ausschreibungs-Zuschlag, soll der Preis für 20 Jahre über das Erneuerbare -Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben werden. Technisch könne die Anlage auch danach noch weiterbetrieben werden, so Jordt. Die Wirtschaftlichkeit hänge dann aber von der Preisentwicklung ab. Wenn der Betrieb unrentabel wird, müsste der Solarpark wieder komplett zurückgebaut werden.

Barriere für Biotop-Verbund

Die Vorstellung der Planung war zunächst eine Information. Bauamtsleiter Timm Ohrt bot einen Ortstermin an, um die betroffenen Flächen direkt in Augenschein zu nehmen. Darüber hinaus will die Verwaltung eine Stellungnahme vorbereiten. Auch Michael Packschies, Leiter der Abteilung für Naturschutz und Landschaftsplanung in Eckernförde, plädierte für einen Ortstermin. Es handele sich um eine reich strukturierte Landschaft und der geplante Solarpark durchschneide die Biotop-Verbundachse Kollholmer Au, gab er zu bedenken. Der Solarstreifen entlang der Bahnlinie muss aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden. Innerhalb der Umgrenzung sollen Schafe weiden und den Bewuchs kurz halten.

Millionen-Projekt in der Vorplanng

Derzeit befindet sich das Millionen-Projekt in der Vorplanung. Entschieden ist bislang nichts. Geben die Gemeinden Grünes Licht und fällt die Ausschreibung positiv aus, rechnet Jordt mit einem Bauantrag im kommenden Jahr und einer Realisierung des geplanten Solarparks Rögen in 2022. Das Amt Schlei-Ostsee rät zu einer übergemeindlichen Abstimmung, da die Bahntrasse gesamträumlich betrachtet werden müsse.

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