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Eckernförde "Problemwolf"-Bruder war in Schwedeneck
Lokales Eckernförde "Problemwolf"-Bruder war in Schwedeneck
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06:00 03.05.2019
Von Tilmann Post
Der Wolf (im Foto ein Exemplar aus einem Wildgehege), der im März ein Lamm in Schwedeneck getötet hatte, ist ein Bruder des "Problemwolfs", der in Schleswig-Holstein zum Abschuss freigegeben ist. Das ergab eine DNA-Analyse seiner Spuren. Quelle: Monika Skolimowska
Schwedeneck

Nach vollständiger Auswertung der DNA-Daten steht laut Umweltministerium nun fest, dass es sich bei dem zuletzt in Schwedeneck aufgefallenen Wolf um das Tier mit der Kennung "GW 900m" handelt. "Dieser Wolfsrüde wurde noch im Dezember 2018 in Dänemark nachgewiesen", heißt es beim Ministerium. Demzufolge stammt er aus einem Rudel bei Ulfborg an der Westküste Dänemarks.

Die Analyse hat damit ergeben, dass es ein Bruder von "GW 924m" ist, ebenfalls ein Rüde aus Ulfborg. Dieses Tier hat so viele Nutztiere in Schleswig-Holstein gerissen wie kein anderes. Deshalb soll es offiziell getötet werden.

"GW 924m" tötete bereits fast 80 Nutztiere

Fast 80 Schafe und Rinder sind ihm laut einer Liste des Umweltministeriums seit Sommer 2018 zum Opfer gefallen. Vor allem in den Kreisen Steinburg und Pinneberg, aber auch in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde.

So stark hat der Schwedenecker "GW 900m" bislang nicht gewütet. Das Lamm von Anfang März in Surendorf war der zuletzt bekannt gewordene Riss. Zuvor war der Rüde vor allem in Dithmarschen aktiv, mit Abstechern in den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Seit Januar 2019 hat er 32 Schafe gerissen.

Beide Wölfe stammen aus dem gleichen Wurf

Laut Wolfskoordinator Jens Matzen sind die beiden Brüder 2017 zur Welt gekommen. Der Wurf umfasste drei weitere Geschwister. Matzen zufolge ist eines davon auf der A23 überfahren worden und eines ist nach Dänemark zurückgekehrt. Ein weiteres ist in Dänemark illegal getötet worden, so Schleswig-Holsteins Wolfskoordinator.

Ob es sich bei "GW 900m" um das gleiche Tier handelt, das wenige Tage nach dem Lamm-Riss in Schwedeneck-Surendorf auf Video aufgezeichnet wurde, ist unklar. Selbst eine Geschlechtsunterscheidung sei kaum möglich, so Matzen. "Zu dem Zeitpunkt trugen die Wölfe noch ihr Winterfell, deshalb lässt sich das nicht sagen", erklärte Matzen.

"GW 900m" nicht resident im Altkreis Eckernförde

Der Wolfskoordinator glaubt nicht, dass sich der Wolf im Altkreis Eckernförde niederließ. "Alle Wölfe ohne festes Territorium sind auf Wanderschaft." Erst wenn sie mindestens ein Vierteljahr am Stück im gleichen Gebiet nachgewiesen werden, könne man von einem Hinweis sprechen. Bei einem halben Jahr seien die Tiere resident.

Möglicherweise sei "GW 900m" ins Lauenburgische abgewandert. Dort habe es zuletzt mehrere Risse gegeben, deren Analyse noch aussteht.

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