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Eckernförde Bunter Handel trotz trüben Wetters
Lokales Eckernförde Bunter Handel trotz trüben Wetters
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17:57 06.01.2019
Von Christoph Rohde
Bei Bananen-Fred vor dem Rundsilo ist immer etwas los. Kaum werden die nächsten Einkaufstaschen für den Obst- und Gemüseverkauf vorbereitet, melden sich schon die ersten Kunden.  Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Gemeinsam mit der verkaufsoffenen Innenstadt ist er ein Frequenzbringer für das Ostseebad. „Eine Art überregionaler Wochenmarkt“, sagt Organisator Wilfried Wagner.

Erst baden, dann Fisch kaufen

Rolf Jessen ist an diesem Tag mit seiner Familie aus Treia (zwischen Husum und Schleswig) angereist. Was ihn nach Eckernförde zieht? „Sonntags ist Warmbadetag im Wellenbad und danach besuchen wir den Fischmarkt“, erzählt er. Anschließend geht man zusammen essen. „Die Frau braucht nicht zu kochen – alles ein Abwasch“, grinst Jessen. Fangfrischen Fisch für die Woche hat er schon vom Kutter besorgt. Auch der Käse vom Markt sei spitze, erzählt er. Sein Lieblingsstand aber ist der Grill mit Rossbratwurst.

Besucher aus ganz Schleswig-Holstein

Geschätzte 45.000 Besucher aus ganz Schleswig-Holstein kommen im Jahresschnitt zum Fischmarkt-Sonntag nach Eckernförde. Sie wollen erleben, wie beim Hamburger Bananen-Fred das Obst und Gemüse wortgewaltig unter die Schaulustigen gebracht oder wie bei Jens-Uwe Hinsch der Fisch geräuchert wird. Sogar einen Reißverschluss-Reparateur gibt es hier, ein frisches Krabbenbrötchen aus Husum und einen Experten für Bürsten. Bis zu 130 Anbieten füllen den Fischmarkt die meisten Monate. Nur vor und nach dem Jahreswechsel sind es weniger. „Da sind viele noch auf Weihnachtsmärkten oder im Urlaub“, weiß Organisator Wagner.

Viele Händler haben eine Stammkundschaft

Geschätzt würden am Eckernförder Fischmarkt vor allem der Branchen-Mix und die Kontinuität, sagt er. Jeden ersten Sonntag im Monat schlagen die Händler am Hafen ihre Stände auf. Die meisten von ihnen sind Dauergäste, die längst eine feste Stammkundschaft haben. „Die Leute wissen, wo wir stehen. Dieser Markt hat Struktur und Eckernförde ein gutes Niveau“, sagt der Hamburger Gerhard Litzkie. Der Herr über 400 Bürsten-Artikel bezeichnet ihn sogar als „schönsten und erfolgreichsten Sonntagsmarkt in Schleswig-Holstein“.

Der Markt als "Frequenzbringer"

Zufrieden ist auch Werner Luesmann, der schon seit 1986 auf dem Eckernförder Fischmarkt steht. Hier sei viel vom Charakter des Hamburger Vorbilds erhalten geblieben, gebe es kein Überborden an Textilien, sagt der Norderstedter, der „Waren aller Art“ von Beuteln bis Büchern anbietet. Alle würden gerne hier stehen. Für Wagner, der seit 1995 gemeinsam mit Stadt, Stadtwerken und Touristik die Fischmarkt-Fäden zieht, stimmt das Gesamtpaket. Innenstadt und Fischmarkt – beide profitierten voneinander an den verkaufsoffenen Sonntagen, sagt er. Der Markt sei dabei ein wichtiger Frequenzbringer.

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