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Eckernförde Radverkehrskonzept in der Warteschleife
Lokales Eckernförde Radverkehrskonzept in der Warteschleife
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16:37 28.05.2019
Von Christoph Rohde
Radfahrer, Fußgänger, Autos – am abschüssigen Mühlenberg drängelt sich alles auf engem Raum. Das Radverkehrskonzept schlägt Tempo 30 und eine Entzerrung vor. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Doch können Radverkehrsprojekte auf Antrag vorgezogen werden. Neue Vorhaben stecken in der Planung, hängen teils aber vom Start des Stadtentwicklungsprojekts Nooröffnung ab.

Beispiel Reeperbahn. Hier ist die Geschwindigkeit auf Tempo 30 gedrosselt worden. Fahrradfahrer drängeln sich aber weiterhin im Begegnungsverkehr auf dem einseitigen Radweg. Das Radverkehrskonzept empfiehlt hier mit der Dringlichkeitsstufe 1 die Umgestaltung der Reeperbahn mit Radfahrstreifen. Doch da im Rahmen der Nooröffnung ohnehin die Straße zwischen Schulweg und Steindamm angepackt wird, liegt das Vorhaben vorerst auf Eis. Startjahr für das Stadtentwicklungsprojekt ist 2020, die Fertigstellung soll sich bis 2023/24 hinziehen. Nach Angaben von Axel Sperber (Tiefbauamt) werden Radfahrer mit der Umgestaltung der Reeperbahn zwischen Schulweg und Steindamm im dann beruhigten Bereich auf jeden Fall auf der Fahrbahn geführt. Der Radweg entfällt dort, die weitere Fortsetzung bis zum Lornsenplatz ist noch offen.

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Der Abschnitt Pferdemarkt-Noorstraße wird 2021 neu angemeldet

Beispiel Rad-Tangente Schleswiger Straße/Bahnhof. Hier plant die Stadt, dass Radfahrer von der Schleswiger Straße, über den Pferdemarkt, entlang der Bahntrasse, auf Brücken über die Noorstraße und die Nooröffnung den Bahnhof erreichen können. Doch auch hier muss auf die Nooröffnung gewartet werden. Der Abschnitt Pferdemarkt-Noorstraße soll laut Sperber 2021 neu angemeldet werden. Für die Weiterführung bis zum Schulweg sind Radwegbrücken über die Noorstraße und über das neue Gewässer der Nooröffnung geplant. Ein Haken ist noch der steile Abhang am Verbindungsweg von der Schleswiger Straße zum Pferdemarkt. Das kurze Stück müssen Radfahrer schieben. „Das wird sich schwer ändern lassen“, lautet die Einschätzung des Tiefbauamtes.

Für Tempo 30 auf dem Mühlenberg fehlt noch das Grüne Licht

Beispiel Mühlenberg. Die steile Straße ist von zwei schmalen Radwegen flankiert, die kaum breiter als einen halben Meter sind. Daneben drängeln sich die Fußgänger. Das Radverkehrskonzept empfiehlt hier in der Dringlichkeitsstufe 1 Tempo 30 für den Mühlenberg, einen Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn bergab sowie einen Gehweg mit dem Hinweis „Radfahrer frei“ bergauf, um die Situation zu entzerren. Doch noch gibt es kein Grünes Licht für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Mühlenberg. „Wir warten auf Rückmeldung der zuständigen Behörden für die Umsetzung“, sagt Sperber.

Radwege-Pflicht im Saxtorfer Weg ist nur zur Hälfte aufgehoben

Umgesetzt aus dem Radverkehrskonzept ist bislang der Radstreifen Sauerstraße, die Fahrradaufstellfläche Sehestedter Straße und die Ummarkierung Saxtorfer Weg. In der 30er-Zone des Saxtorfer Wegs ist die Benutzungspflicht des Radwegs aufgehoben, Radfahrer können hier die Straße nutzen. In der Fortsetzung von Ostlandstraße bis Riesebyer Straße müssen sie allerdings wieder auf den kombinierten Geh- und Radweg

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