Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Ein Lehrer auf Weltreise
Lokales Eckernförde Ein Lehrer auf Weltreise
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 30.01.2019
Foto: Ist in die Herkunftsländer seiner Schüler gereist: Lehrer und Buchautor Jan Kammann erzählte in der Altenholzer Gemeindebücherei von seinen Erlebnissen in Russland, Südkorea, Iran und China.
Ist in die Herkunftsländer seiner Schüler gereist: Lehrer und Buchautor Jan Kammann erzählte in der Altenholzer Gemeindebücherei von seinen Erlebnissen in Russland, Südkorea, Iran und China. Quelle: Jan Torben Budde
Anzeige
Altenholz.

Kammann ließ seine Schützlinge aus Ländern wie Kuba, Nicaragua, Kolumbien, Südkorea, China und Russland kleine Reiseführer über ihre Herkunftsländer erstellen. Mit den Insider-Tipps im Gepäck begab sich der 39-Jährige während eines Sabbatjahres auf Weltreise.

Von seinen Erlebnissen erzählte der Buchautor („Ein deutsches Klassenzimmer: 30 Schüler, 22 Nationen, 14 Länder und ein Lehrer auf Weltreise“) am Dienstagabend vor knapp 50 Besuchern in der Gemeindebücherei Altenholz, die diese Veranstaltung zusammen mit der Buchhandlung im Wohld auf die Beine stellte.

Klischees in Hollywood Filmen

Es muss urkomisch an dem Frühstückstisch in Russland gewesen sein, zumindest amüsierte sich das Publikum köstlich: Mit Linguistikstudent Iwan diskutierte Kammann über die Klischees in Hollywood-Filmen. Gemeinsam empörten sich beide darüber, dass Deutsche und Russen in US-Streifen gern die Schurkenrollen bekämen. Ostern traf der Weltenbummler dann auf Sergej, einen leidenschaftlichen Gitarrenspieler. Während vor der Haustür ein Schneesturm tobte, spielten sie sich Lieder vor und tranken Wodka.

Es war mitreißend, wie der sympathische Buchautor seine Anekdoten abwechselnd vorlas oder erzählte. Die Besucher hingen an den Lippen des Kumpel-Typs, der bedrückende und lustige Geschichten schilderte. Im Iran lernte er Flüchtlingskinder aus Afghanistan kennen, die vor Krieg und Terror aus ihrer Heimat geflüchtet waren. Sie mussten zum Familieneinkommen beitragen, indem sie nach der Schule arbeiteten. „Einige verkauften auf der Straße rote Pappnasen“, erzählte der Lehrer.

Von Jan Torben Budde

Christoph Rohde 30.01.2019
Christoph Rohde 30.01.2019
Tilmann Post 29.01.2019