Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Axel Prahl verspricht einen Leckerbissen
Lokales Eckernförde Axel Prahl verspricht einen Leckerbissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:45 25.09.2019
Von Tilmann Post
Mit der Gitarre gibt Axel Prahl alles - auch beim Konzert in der Eckernförder Stadthalle am 3. Oktober. Quelle: Frank Peter
Eckernförde

Der Musiker und Schauspieler Axel Prahl, bekannt als Hauptkommissar Frank Thiel im WDR-„TatortMünster, kommt nach Eckernförde. Im Interview mit KN-online erzählt er, warum er Eckernförde schön findet, obwohl er dort den schlimmsten Urlaub seines Lebens verbrachte, und verrät, was er für den Tag der Deutschen Einheit vorbereitet hat.

Haben Sie schon einmal in Eckernförde gespielt?

Axel Prahl: Ich war mehrfach in meiner Zeit zwischen 1986 und 1992 am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Eckernförde zu Gast, mit dem Stück „Der brave Soldat Schweijk“ beispielsweise. Die Erinnerungen an die Stadt sind lebhaft, denn einmal habe ich den Sommer auf dem damaligen Campingplatz am Südstrand verbracht – den katastrophalsten Urlaub, den ich je gemacht habe. Es hat sechs Wochen lang durchgehend nur geregnet. Ich komme trotzdem gerne wieder, Eckernförde ist ein wunderschöner Ort. Ich mag zum Beispiel die Galerie Nemo an der Promenade, den Strand und die überschaubare Fußgängerzone. Das alles ist sehr gemütlich. Aber musikalische Auftritte dort waren sehr selten.

Was war zuerst da, die Musik oder die Schauspielerei?

Die Musik. Im zarten Alter von acht Jahren bekam ich meine erste Gitarre und habe Unterricht genommen. Ich habe sogar sehr bald versucht, mehr oder weniger professionell Geld damit zu verdienen. Mit der Gruppe „Impuls“ hatten wir die ersten Konzerte im NDR-Hörfunk beim „Abend für junge Hörer“ mit Dethardt Fissen – auf einem der besten Sendeplätze überhaupt. Aber es war nicht möglich, von dem musikalischen Ertrag zu leben oder eine Familie zu ernähren, deshalb habe ich mich seinerzeit für die Schauspielerei entschieden.

Lesen Sie auch:Axel Prahls Auftritt in Kiel

Was machen Sie lieber?

Am liebsten mag ich Abwechslung. Das ist ein großes Privileg, dass ich mir mehr oder weniger aussuchen kann, was ich machen möchte. Das ist nicht vielen Menschen gegönnt.

Gibt es noch andere Künste in Ihrem Leben?

Das Hauptaugenmerk liegt auf Schauspiel und Musik. Aber ich bin sehr interessiert an Malerei, vor allem durch Freunde aus Schleswig-Holstein, die malen. Gerrit Bekker, Dieter Petersen, Matthias Radzuweit, Peter Ortmann – lauter Maler. Deren Arbeit fasziniert mich.

Was erwartet die Konzertbesucher am 3. Oktober in der Stadthalle?

Das Publikum kann mit einem Leckerbissen rechnen. Ich habe den Shanty „Heute versauf ich die Heuer“ ein wenig umgeschrieben und zum Lied über den Tag der Deutschen Einheit gemacht. Dieser Song feiert seine Weltpremiere in Eckernförde und wird – wahrscheinlich – auch nur dort einmal aufgeführt werden.

Das wäre nicht der einzige politische Text in Ihrem Programm. Was wollen Sie transportieren?

Gerechtigkeit ist ein sehr wichtiges Thema, das mich umtreibt. In den Titeln meiner beiden Alben „Blick aufs Mehr“ und „Mehr“ drückt sich auch aus, ob das permanente Wachstum wirklich so gesund ist. Das stelle ich in Frage. Ich meinen Liedern liefere ich zwar keine Antworten, zumindest aber Denkanstöße.

Wird das Publikum auf der Bühne einen anderen Axel Prahl erleben, etwa im Gegensatz zum „Tatort“-Kommissar Thiel?

Ja, weil Thiel komplett unmusikalisch ist. Und ich bin bei weitem nicht so griesgrämig wie er. Ich hoffe schon, dass wir einen sehr lustigen und unterhaltsamen Abend haben werden. Dazu tragen die neun hervorragenden Musiker bei, die mit mir auf der Bühne stehen. Das wird ein Ohrenschmaus. Die Songs und die Melodien habe ich selbst geschrieben, die Begleitung und das Auskomponieren allerdings hat Danny Dziuk übernommen, mein musikalischer Leiter. Der hat die Streicherarrangements geschrieben. Die kommen am 3. Oktober bestens zum Ausdruck mit Bratsche, Violine, Cello und gestrichenem Kontrabass. Ich selbst spiele Gitarre und singe dazu.

Eintrittskarten bei den Kieler Nachrichten

Eintrittskarten für „Axel Prahl & Das Inselorchester“ am Donnerstag, 3. Oktober, um 20 Uhr in der Stadthalle Eckernförde, Am Exer 1, gibt es unter www.kn-tickets.de oder unter Tel. 0431/903664.

Axel Prahl

Axel Prahl (59) ist waschechter Schleswig-Holsteiner, denn er ist in Eutin auf die Welt gekommen und in Neustadt in Holstein aufgewachsen. 2015 war er bei der Eröffnung der Kieler Woche dabei. Inzwischen lebt er in Berlin, ist in dritter Ehe verheiratet und hat vier Kinder. Als Musiker hat er sechs Alben veröffentlicht, darunter 2011 „Blick aufs Mehr“ und 2018 „Mehr“.

Seit 1984 spielt er an verschiedenen Theatern, darunter das Schleswig-Holsteinische Landestheater, das Renaissance- und das Grips-Theater. 1992 setzte auch seine TV-Karriere ein mit einer Nebenrolle in „Schlafende Hunde“.

Im Münsteraner "Tatort" seit 2002

2002 begann er, an der Seite von Jan Josef Liefers als Karl-Friedrich Boerne im WDR-„TatortMünster zu spielen. Davon sind inzwischen 34 Folgen ausgestrahlt worden. Prahl und Liefers erreichen unter allen „Tatorten“ die im Durchschnitt höchsten Einschaltquoten.

Am Freitag, 27. September, ist Axel Prahl jedoch in einer anderen Rolle zu sehen – zusammen mit Dagmar Menzel im Spielfilm „Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester“ um 20.15 Uhr im Ersten.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

„Als Trainer habe ich noch nie zweimal hintereinander verloren“, sagt Liridon Imeri, Trainer des TSV Altenholz, nach dem 4:0-Sieg beim IF Stjernen Flensborg in der Landesliga Schleswig. Der 31-Jährige weiter: „Vielleicht treffe ich vor allem nach Niederlagen die richtige Ansprache.“

25.09.2019

Die Kita in Felm könnte 580.000 Euro erhalten. Das geht aus einer ersten Berechnung hervor. Hintergrund ist die Kita-Reform in Schleswig-Holstein. Ein Grund für Luftsprünge in der Kita Felm ist das allerdings nicht, denn es gibt einen Haken.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 25.09.2019

Die Chancen für eine Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets Lehmkaten sind deutlich gestiegen. Dänischenhagen sprach sich bereits vergangene Woche dafür aus und würde Bauleitplanung und Erschließung übernehmen. Das Thema beschäftigt heute auch die Gemeindevertretung Altenholz.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 25.09.2019