Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde B76-Umleitung führt mitten durch Gettorf
Lokales Eckernförde B76-Umleitung führt mitten durch Gettorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
13:42 09.03.2020
Von Tilmann Post
Noch ist es weitgehend ruhig in Gettorfs Zentrum. Ab März führt jedoch eine Umleitung für sieben Wochen durch den Ort, auch über die Teichstraße. Quelle: Tilmann Post
Anzeige
Gettorf

Wer zwischen dem 30. März und 17. Mai auf der B76 von Kiel Richtung Eckernförde fährt, erhält bereits an der Ausfahrt Gettorf Mitte die Empfehlung, die Umleitung über die Landesstraßen 42, 44 und 265 zu nehmen.

Das bedeutet zunächst eine Tour durch Gettorfs Zentrum über Friedrichsorter Straße, Ravensberg sowie Am Brook und Teichstraße an Feuerwehr und Kirche vorbei. Dann geht es über die Ampelkreuzung auf den Hasselrott zum Ortsausgang Richtung Lindau-Revensdorf.

B76-Umleitung über Gettorf eine "bittere Pille"

Sowohl für Autofahrer als auch Einwohner könnte die Umleitung zur Tortur werden. „Das wird eine erhebliche Belastung für alle“, sagte Matthias Meins, Amtsdirektor im Dänischen Wohld. Er sprach von einer „bitteren Pille“.

Der von der Baustelle betroffene B76-Abschnitt in Eckernförde wird laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sonst von fast 19.000 Fahrzeugen täglich befahren. Ob die Ausweichroute mit der gleichen Anzahl belastet wird, ist unklar.

„Die Umleitungsstrecke kann vergleichbare Verkehrsbelastungen nicht aufnehmen. Wir empfehlen, insbesondere auf die A7 und die A210 auszuweichen“, teilte der Landesbetrieb auf Nachfrage mit. Deshalb werden bereits in Kiel und an der A215 Hinweisschilder aufgestellt.

Gettorfer Ampelkreuzung kritischer Punkt

„Um die Standards bei Lärm und Verkehrsbelastung zu halten, müssten sich viele darauf einstellen, weiträumig über die Autobahnen auszuweichen“, sagte Gettorfs Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU). „Für Pendler zwischen Kiel und Eckernförde – oder darüber hinaus – bedeutet das zwar mehr Kilometer, dafür aber geschonte Nerven.“

Der Landesbetrieb rechnet jedoch damit, dass die Autofahrer verzögert reagieren. „Nach unseren Erfahrungen ist an den ersten Tagen insbesondere morgens und nachmittags mit Problemen auf der Umleitungsstrecke zu rechnen, bis Pendler alternative Wege suchen oder ihr Zeitmanagement ändern“, hieß es.

Die Behörde sieht kaum Möglichkeiten, die Umleitungsstrecke zu entlasten. Insbesondere an einem kritischen Punkt der Route sei das nicht möglich: der Ampelkreuzung in Gettorf. Die sei „in der Leistungsfähigkeit stark von den in unmittelbarer Nähe liegenden Zufahrten zu Supermärkten, Parkplätzen etc. bestimmt“.

Vorschlag: Zebrastreifen in Lindau-Revensdorf

Die wesentlichen Einwirkungsmöglichkeiten seien dadurch ausgeschöpft, dass die Hauptbauzeit in die Osterferien gelegt wurde. Das hält auch Matthias Meins wegen des deutlich geringeren Pendlerverkehrs für klug.

Er sieht aber noch einige Ansatzpunkte, um die Situation für Anwohner zu erleichtern. So könne etwa im Hasselrott ein Parkverbot eingerichtet werden, damit der Verkehr besser fließt.

Lindaus Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) regt an, in der Zeit einen Zebrastreifen auf der Landesstraße in Höhe Kindergarten einzurichten. „Sonst kommt man zu den Stoßzeiten kaum über die Straße.“

Zudem hält er zusätzliche Tempokontrollen für sinnvoll. Matthias Meins: „Wir appellieren an alle, aufeinander Rücksicht zu nehmen.“

Lesen Sie auch:B76-Baustelle - Bundesstraße erhält lärmmindernden Asphalt.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Leichte Entspannung für die 181 Feuerwehren im Kreis Rensburg-Eckernförde: Die Zahl der Brände, zu denen die Kameraden im vergangenen Jahr ausrücken mussten, ist gesunken. Während es 2018 noch zu 1075 Feuern gekommen war, waren es 2019 laut Kreisfeuerwehrverband nur noch 898.

Tilmann Post 09.03.2020

Starker Nachwuchs: Die Zahl der Mitglieder in den 40 Jugendfeuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist zuletzt um 13 auf 1026 gestiegen. Immer mehr Mädchen treten in die Truppe ein. Sehr zur Freude von Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber, der den Nachwuchs seit 17 Jahren betreut.

Tilmann Post 08.03.2020

Das Hafenviertel des Ostseebades rund um Frau-Clara-Straße, Ochsenkopf und Ecke Langebrückstraße wird am Sonnabend, 14. März, wieder zur Galerie. Elf Geschäfte stellen zur inzwischen dritten „Hafen-Art“ in den folgenden zwei Wochen Werke von regionalen Künstlern in ihren Schaufenstern aus.

Christoph Rohde 08.03.2020