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Eckernförde Tempo 30 reicht dem Kläger nicht
Lokales Eckernförde Tempo 30 reicht dem Kläger nicht
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09:39 07.03.2019
Von Tilmann Post
Schneller als 30 Kilometer pro Stunde darf am Sandkrug niemand fahren - trotz Petition einiger Anwohner bleibt es vorerst dabei.
Eckernförde

Deshalb hat der Kläger Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, in dem die Stadt Eckernförde am 20. Februar 2019 auf einer Strecke von rund 300 Metern ganztägig Tempo 30 angeordnet hat. „Die Stadt hat ihre Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft“, sagte der Kläger, der unerkannt bleiben möchte, auf Nachfrage von KN-online. Ihm schwebt unter anderem ein Fahrverbot für Lastwagen vor.

Seitdem Tempo 30 auf der B76 in Eckernförde in unmittelbarer Nähe des Sandkrug-Hauses gilt, kommen die Bewohner nicht zur Ruhe - Autofahrer machen ihrem Ärger über die Geschwindigkeitsbegrenzung im Vorbeifahren Luft. Sie hupen, lassen den Motor aufheulen oder drehen die Stereo-Anlage auf. 37 Bewohner fordern in einer Petition, das Tempolimit wieder auf die Nacht zu begrenzen.

Stadt hält Tempo 30 für das mildeste Mittel

„Wir nehmen die Petition genauso ernst wie die Eingaben des Antragstellers“, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke. Mit der Tempo-30-Anordnung habe die Stadt Eckernförde das mildeste Mittel gewählt, um dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts zu entsprechen. Damit habe die Stadt auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt.

„Die Stadt hat nicht alle Optionen ausreichend berücksichtigt, wie zum Beispiel bauliche Maßnahmen“, sagte der Kläger. Ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen könne zur Lärmminderung beitragen. Damit sei jedoch nur der Fernverkehr gemeint, der besser über die A7 und die A210 fahren solle. Zudem müsse die Stadt Eckernförde sicherstellen, dass Tempo 30 an der B76 auch eingehalten werde. Dazu könne sie Blitzer aufstellen oder eine Verkehrsinsel installieren.

Die B76 steht in Eckernförde auch an anderer Stelle im Fokus: Die Grünen wollen das Tempo zwischen Noorstraße und Carlshöhe begrenzen.

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