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Eckernförde Erster Schüleraustausch mit Norwegen
Lokales Eckernförde Erster Schüleraustausch mit Norwegen
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06:09 27.03.2019
Von Christoph Rohde
Robin, Marcus, Kristian und Henrik (v. li.) sind die ersten Austauschschüler aus Norwegen, die in Eckernförde Einzelhandelsbetriebe und das Berufsbildungszentrum kennenlernen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Bei Rossmann waren Kunden angenehm überrascht, als sie beim Einkauf von einem jungen Norweger auf Englisch angesprochen wurden. Kristian gehört ebenso zu den 17- bis 18-Jährigen Austauschschülern wie Robin, Marcus und Henrik, die bei Jack Wulfskin, Intersport und Expert Jöhnk praktische Erfahrungen sammeln. Freundlich gehe es in den Unternehmen zu, zog Marcus eine Zwischenbilanz. Und die Pause sei länger, fügte er mit einem Lächeln hinzu. Eine statt einer halben Stunde.

Unterschiedlich ist auch die Einzelhandelsausbildung. Nach zwei Jahren Schule folgen in Norwegen zwei Jahre Praxis. Ein duales System wie in Deutschland, bei dem die Berufsschule mit der Praxis-Ausbildung in den Betrieben gekoppelt ist, gibt es so in den skandinavischen Land nicht. 

Englisch wird im Einzelhandel immer wichtiger

Der Besuch aus Norwegen ist ein erster Testballon für den weiteren Schüleraustausch. In Eckernförde sollen die Azubis Einblicke in den deutschen Einzelhandel gewinnen und sich mit Altersgenossen der Einzelhandels-Klassen des BBZ austauschen. Gleichzeitig können die deutschen Berufsstarter ihre Englisch-Kenntnisse im Gespräch stärken. „Die Fremdsprache wird im Einzelhandel immer wichtiger, vor allem mit Blick auf den Tourismus“, sagt Bereichsleiter Mark-Andreas Latz.

Im September sollen Auszubildende aus Eckernförde im Gegenzug das norwegische Hoggsund besuchen. Finanziert wird der Austausch über das EU-Bildungsprogramm Erasmus. Dabei brechen auch so manche Vorurteile in sich zusammen: Bei einem ersten Kontaktbesuch durch Einzelhandels-Teamleiter Per Hansen und Erasmus-Koordinator Jörg Gosch fiel den Norwegern auf: So formal und streng wie gedacht, seien die Deutschen ja gar nicht.

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