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Eckernförde In Rieseby herrscht große Betroffenheit
Lokales Eckernförde In Rieseby herrscht große Betroffenheit
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09:00 05.08.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Auf einer Pferdeweide im Riesebyer Außenbereich soll die Polizei nach Spuren gesucht haben Quelle: Rainer Krüger
Rieseby

Anwohner hatten die bereits mumifizierte Leiche des Kindes in Stoffe gewickelt und in einen Karton verpackt auf einer Pferdekoppel im Süden des Ortes entdeckt und die Polizei informiert. Seitdem richtet sich auch das Interesse überregionaler Fernsehsender und Zeitungen auf das 2700-Einwohner-Dorf.

„Ich bin geschockt“, erklärte Bürgermeisterin Doris Rothe-Pöhls (SPD). Von dem Geschehen im Außenbereich ihrer Gemeinde hatte sie erst über die Medien erfahren. Riesebyer Einwohner hatten die schon verweste Leiche am Donnerstagabend entdeckt. Die Mutter – eine 26-Jährige aus der Gegend – war noch in der gleichen Nacht ermittelt und auf dem Wacken-Festival festgenommen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat sie ausgesagt, dass das Baby eine Totgeburt war. Ermittlungen sollen nun klären, unter welchen Bedingungen der Säugling ums Leben kam. Am Sonnabend wurde bekannt, dass es zunächst keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod des Neugeborenen gibt. Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um vorläufige Ergebnisse des Rechtsmedizin.

Untersuchungsergebnisse Montag erwartet

Sollten sich die Hinweise erhärten, ist ein Tötungsdelikt dennoch nicht ausgeschlossen. Nach Angaben des Kieler Staatsanwalts Henning Hadeler komme auch Totschlag durch Unterlassung in Frage, sofern das Kind nach der Geburt noch gelebt habe, aber nicht versorgt wurde. Genauere Untersuchungsergebnisse sowie Aussagen über das exakte Alter, das Geschlecht und den Todeszeitpunkt des Kindes werden für Montag erwartet. Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass das Kind bereits im Jahr 2018 zur Welt kam.

Die Mutter war nach ihrer Befragung noch am Freitagabend wieder auf freien Fuß gekommen. Einem Haftrichter wurde sie nicht vorgeführt. Sie ist laut Staatsanwaltschaft wieder in der Obhut ihrer Familie. Die Frau wohnt unweit des Fundortes. In den nächsten Tagen sollen nun Menschen aus ihrem Umfeld befragt worden.

Pastor bietet Beistand an

Angesichts der noch unsicheren Faktenlage will sich Bürgermeisterin Doris Rothe-Pöhls kein Urteil über die Vorkommnisse erlauben. Doch eins ist für die Bürgermeisterin sicher: „Es muss eine Notlage vorgelegen haben. Das ist tragisch, weil es heute Hilfsangebote für schwangere Frauen gibt.“ Riesebys Pastor Jörg-Michael Schmidt machte die Nachricht ebenfalls betroffen. „Das ist schrecklich“, sagte er. Für den Pastor ist klar, dass er als Seelsorger bereit steht. Das gilt ihm zufolge sowohl für die Mutter als auch für diejenigen, die die Leiche des Babys entdeckt haben. „Ich kenne die Leute nicht. Wenn sie Beistand brauchen, können sie sich bei mir melden.“

Kamerateams im Ort

Nach dem Fund ist es vorbei mit der Idylle im ländlichen Rieseby. Am vergangenen Freitag sorgte ein Aufgebot aus Kriminaltechnikern der Polizei mit mehreren Fahrzeugen für Aufmerksamkeit. Die Ermittler suchten nach weiteren Spuren im Umkreis des Fundortes. Seitdem zieht der Fall die Aufmerksamkeit zahlreicher, auch überregionaler Medien auf Rieseby.

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