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Eckernförde Nicolai-Straße: Sparwille mit Kehrseite
Lokales Eckernförde Nicolai-Straße: Sparwille mit Kehrseite
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19:36 08.08.2019
Von Tilmann Post
Die St.-Nicolai-Straße ist markant gepflastert: In der Mitte weist sie eine Wölbung auf. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Die angestrebte Einsparung hat eine Kehrseite, denn durch den Antrag steht in Frage, ob die Bauarbeiten wie angekündigt im Herbst beginnen können. Die Stadt will den „Fonds für Barrierefreiheit“ zur Förderung der Barrierefreiheit gemäß UN-Behindertenkonvention beim Land Schleswig-Holstein anzapfen.

„Eine Förderung der Maßnahme ist bis zu 70 Prozent möglich“, teilte Jörg Freudenreich, stellvertretender Leiter des Bauamts, auf Nachfrage mit. Damit könnte die Stadt 168.000 Euro sparen, im besten Fall würde der Haushalt mit nur 72.000 Euro belastet.

Änderung des Zeitplans möglich

„Derzeit liegt dieser Antrag bei dem Fördermittelgeber. Wir erwarten zeitnah eine Entscheidung“, so Freudenreich weiter. Sollte eine Förderung möglich sein, könnte es „zu einer Änderung des Baukosten- und Zeitenplans kommen“, teilte Freudenreich mit.

Er gehe davon aus, dass zum nächsten Bauausschuss in einem Monat konkrete Ergebnisse vorliegen. Dann will die Verwaltung darüber berichten. Offen bleibt damit, ob der bislang angestrebte Baubeginn noch im Herbst möglich ist, schließlich kommen die Bauausschussmitglieder erst im September zusammen.

Kontroverse Debatte um Eckernfördes Einkaufsgasse

In der Verwaltung wird zwar damit gerechnet, aber sicher ist nicht, dass bis dahin eine Entscheidung aus Kiel vorliegt. Der barrierefreie Umbau der Eckernförder Innenstadt, der auch die Kieler Straße umfasst, ist schon mehrmals verschoben worden.

Auch die künftige Gestaltung der St.-Nicolai-Straße hat kontroverse Diskussionen ausgelöst. Knackpunkt war dabei die gepflasterte Mitte des beliebten Einkaufsgässchens zwischen Rathausmarkt und Langebrückstraße. Da das Pflaster nach oben gewölbt ist, sahen vor allem die Beiräte für Senioren sowie für Menschen mit Behinderung Handlungsbedarf.

Bauarbeiten sollen vier Wochen dauern

Gegner hingegen sahen den Charakter der Straße gefährdet. Die Ratsversammlung beschloss im vergangenen Jahr, dass die Wölbung zurückgebaut wird. An der Stelle wird ein Pflaster aus geschnittenen Granitsteinen mit einer mittigen Abflussrinne gesetzt.

Außen ist rotes Klinkerpflaster mit einem Blindenleitstreifen auf einer Seite vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen vier Wochen dauern und in Abschnitten die 150 Meter lange Gasse hinaufwandern.

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