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Eckernförde Den Bestand der Altstadt schützen
Lokales Eckernförde Den Bestand der Altstadt schützen
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16:01 20.04.2018
Von Christoph Rohde
Die Erhaltungssatzung soll das historisch gewachsene städtebauliche Bild der Eckernförder Altstadt sichern. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Das historische Viertel des Ostseebades steht unter hohem Druck durch Investoren, die hier neu bauen möchten. „Die Erhaltungssatzung ergänzt die Ortsgestaltungssatzung“, erläuterte Planer Luis Gomes Martinho im städtischen Bauausschuss. Es gelte, die städtebauliche Eigenart der Altstadt zu bewahren. Im Klartext: Abriss und Neubau sind hier geregelt und bedürfen einer Genehmigung.

Nicht jedes Gebäude ist erhaltungswürdig

Die Erhaltungssatzung ist eine Art Ensembleschutz, darf aber nicht mit dem Denkmalschutz verwechselt werden. „Es muss städtebauliche Gründe geben, ein Gebäude zu erhalten“, erläuterte der Planer. Dazu zählt insbesondere eine geschichtliche oder künstlerische Bedeutung sowie ein Ortsbild prägender Charakter. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Nicht jedes Gebäude ist erhaltungswürdig.

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Bauliche Veränderungen müssen genehmigt werden

In dem Geltungsbereich müssen bauliche Veränderungen – also Abriss und Neubau – von der Unteren Bauaufsichtsbehörde genehmigt werden. Entschieden wird nach einer Einzelfallprüfung. „Die Gesamtheit der Altstadt ist erhaltungswürdig, aber nicht jedes Gebäude, das hier steht“, begründete der Planer das Vorgehen. Er stellte aber auch klar: „Ein Haus verfallen zu lassen, ist kein Argument für einen Abriss“.

Einstimmig beschloss der Bauausschuss, den Satzungsentwurf öffentlich auszulegen und die Behörden im weiteren Verfahren zu beteiligen.

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