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Eckernförde Gettorf bremst Nachbarn aus
Lokales Eckernförde Gettorf bremst Nachbarn aus
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17:10 12.03.2019
Schlaglöcher verunstalten die Gemeindestraße Karkbrook in Neudorf-Bornstein. Es besteht die Möglichkeit, einen Zuschuss für Sanierungsarbeiten zu erhalten. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Der Knackpunkt: Laut Amt Dänischer Wohld ist ein einheitlicher Beschluss beider Kommunen zum Um- und Ausbau des insgesamt 2,15 Kilometer langen Straßenstücks erforderlich, damit Fördermittel fließen – denn der Teilabschnitt in Neudorf-Bornstein ist demnach als alleinige Maßnahme zu klein. Das Thema soll noch in der Gettorfer Gemeindevertretung beraten werden.

Längst nicht jedem im Gettorfer Bauausschuss war der rund 800 Meter lange Karkbrook im Nachbarort bekannt. Vorsitzender Marco Koch (CDU) hatte sich die Straße vor der Sitzung extra noch angeschaut. Tenor im Ausschuss: Im Bornsteiner Karkbrook besteht angesichts der Schlaglöcher durchaus Sanierungsbedarf. Aber im Niendamm, der etwa 1350 Meter misst? Koch: „Die Straße ist noch nicht in einem Zustand, so dass sie gemacht werden muss.“ Ein Schlagloch habe er nicht gesehen. Edzard Siebelts (SPD) waren Schäden an der Bankette aufgefallen: „Darauf wird massiv gefahren.“ Nach Auffassung von Reinhard Jandke (FDP) gibt es Straßen in Gettorf, „die schlimmer aussehen“. Die Gemeinde solle lieber in diese Fahrbahnen investieren.

Laut Verwaltungsvorlage werden für die Sanierung der gesamten Strecke (Niendamm und Karkbrook), die sich über 2,15 Kilometer von der Bornsteiner Straße in Gettorf bis zur Bundesstraße 76 in Neudorf-Bornstein erstreckt, Kosten in Höhe von 340000 Euro veranschlagt. Allerdings würde beim Landesamt für Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt (LLUR) ein Zuschuss (53 Prozent) von 180000 Euro aus dem Programm „Modernisierung ländlicher Wege“ beantragt. Unterm Strich müssten die Gemeinden dann noch Kosten in Höhe von 100300 Euro (Gettorf) und 59500 Euro (Neudorf-Bornstein) selbst tragen. Wie Sönke Jacobsen aus der Amtsverwaltung mitteilte, gibt es den Zuschuss bloß, wenn beide Kommunen einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fassten.

Als Argument für die Sanierung wird in besagter Vorlage angegeben, dass der vorhandene Asphaltaufbau der Straße dem Gewicht der heutigen Schwerlastfahrzeuge nicht mehr gerecht werde und daher verstärkt werden müsse.

Von Jan Torben Budde

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