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Eckernförde Ohne schnelles Netz keine Entwicklung
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10:01 23.07.2017
Von Cornelia Müller
Im Stall des ökologischen Versuchsgutes Lindhof hat der Computer Einzug gehalten. Für Betriebsleiterin Sabine Mues und den Herdenmanager ist digitale Überwachung im Melkstand wesentliche Hilfe. Die Jersey-Kühe stören Chip und Sender am Körper nicht. Quelle: Cornelia D. Mueller
Lindhöft

Es ist Freitagabend, der ungünstigste im ganzen Jahr. Start ins Wochenende und auch noch Beginn der Sommerferien. Gleichwohl hat die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, die zu der Meinungsbildung in Rendsburg-Eckernförde und Plön aufs älteste Versuchsgut der Kieler Universität nach Lindhöft (Gemeinde Noer) geladen hat, einen Treffer gelandet. Hier wird für ökologisches Wirtschaften geforscht. Landwirte verschieden großer Betriebe, Experten aus der Agrarverwaltung, dem Veterinärdienst haben sich neugierg aufgemacht.

"Smart Farming ist eine Hilfe, aber nicht der Retter"

So viel steht fest nach Kurzvorträgen, Podiumsgespräch, reger Diskussion: Die industrielle digitalisierte Agrarwirtschaft, die nur standardisierten Pflanzen und Tiere kennt, die nur am Computer gemanagt wird, lehnen große und kleine Landwirte der Kiel-Region ab. "Smart Farming ist eine Chance, aber nicht der große Retter. Unser Handwerkszeug ist solides Wissen über Anbau und Tierhaltung, genaue Beobachtung gepaart mit Erfahrung", betont Heinrich von Decker, Gutsverwalter der Hessischen Hausstiftung auf Gut Panker. "Digitalisierung hilft uns aber, präziser und wirtschaftlicher zu arbeiten. Dafür wären Subventionen sinnvoll."

"Wir müssen aus ethischer Sicht Augenmaß halten"

Auch andere setzen bei der Digitalisierung auf Hilfe, die sie in der konkurrenzfähig macht: sich besser behaupten können, gegen die Schwemme billigerer Massenprodukte aus  Ländern, wo Schutz von Umwelt, Verbrauchern, Arbeitskräften wenig zählen. "Aber was nutzt Technologie, wenn ich zum Hochladen der Daten Stunden brauche?", fragt ein Landwirt aus dem Dänischen Wohld, wo es noch Funklöcher gibt. Lindhof-Betriebsleiterin Sabine Mues betont, "dass wir alle mit lebenden Wesen zu tun haben, bei der Tierhaltung und auch bei den Pflanzen, dass wir aus ethischer Sicht mit Augenmaß halten müssen, was keineswegs gegen Melkroboter spricht". Die Chance, den Hof, die Produkte, die Direktvermarktung online in  die Stadt zu bringen möchten die Teilnehmer nutzen. Nele Markwardt, Agrarbusiness-Studentin, hat sie schon im Kleinen ergriffen: Ihr Startup Marktschwärmer, das regionale Erzeuger und Kunden in Kiel zusammen bringt, trägt erste Früchte. Ihr hören die Anwesenden ganz genau zu.

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