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Eckernförde Bauern löchern Politiker mit Fragen
Lokales Eckernförde Bauern löchern Politiker mit Fragen
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12:49 14.02.2019
Von Rainer Krüger
Foto: Sönke Hauschild (von rechts) vom Bauernverband befragte Bernd Voß (Grüne), Enrico Kreft (SPD), Helmer Krane (FDP) und Niclas Herbst (CDU) nach den Positionen ihrer Parteien bei der Europawahl.
Sönke Hauschild (von rechts) vom Bauernverband befragte Bernd Voß (Grüne), Enrico Kreft (SPD), Helmer Krane (FDP) und Niclas Herbst (CDU) nach den Positionen ihrer Parteien bei der Europawahl. Quelle: Rainer Krüger
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Dabei konfrontierte sie Vorsitzender Klaus-Peter Lucht gleich zum Start mit der Gemütslage der Landwirte. „Alle sind ungehalten." Grund seien "Anfeindungen von Politik und Nichtregierungsorganisationen". Zunehmende Dokumentation mache den Bauern das Leben schwer, auch wenn sie für die Direktzahlungen wichtig seien. „Wir lassen uns nicht anmeiern", machte er deutlich.

Die Fragen an die Politiker stellte Moderator Sönke Hauschild vom Landesbauernverband. Mit Niclas Herbst (CDU), Enrico Kreft (SPD) und Helmer Krane (FDP) stellten sich drei Kandidaten. Den Grünen-Bewerber Rasmus Andresen vertrat Bernd Voß. Als erster Gesprächspartner punktete Krane gleich mit einer Forderung. „Eine neue Regelung soll nur dann eingeführt werden, wenn gleichzeitig zwei abgeschafft werden", nannte er ein FDP-Mittel zum Bürokratieabbau. Alle Gäste fragte Hausschild, ob sie glaubten, dass es zum Ende ihrer Zeit im Europäischen Parlament noch Direktzahlungen an Landwirte gibt. „In zehn Jahren wird es noch Direktzahlungen zur Stabilisierung der Einkommen geben", vermutete Herbst. Kreft wollte „von Flächenprämien weg". „Wenn Landwirte zu nachhaltiger Produktion beitragen, sollten sie dafür entlohnt werden", zeigte er als Alternative auf.

Doch natürlich ging es in Zeiten des bevorstehenden Brexits in der Diskussion über die Landwirtschaft auch um die Zukunft der EU. „Nach dem Austritt Großbritanniens fehlen zehn Milliarden Einnahmen", merkte Hauschild an. Voß hatte eine Idee, was zu tun sei. „Mehr Steuern sollten nach Europa gehen. Zum Beispiel könnte es eine eigene Plastiksteuer geben."

Alle Politiker bekannten sich zur Zukunft Europas. Herbst war zuversichtlich, dass es bei der Wahl am 26. Mai nicht zum prognostizierten Drittel für die rechten und linken Ränder kommen werde. Die Erfahrungen aus der Brexit-Debatte würde pro-europäische Wähler an die Urnen bringen.

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