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Eckernförde Grüne stemmen sich gegen Deponie-Pläne
Lokales Eckernförde Grüne stemmen sich gegen Deponie-Pläne
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21:06 25.09.2019
Von Tilmann Post
Bauschutt am Bültsee: Grüne stemmen sich gegen Deponie-Pläne an diesem ORt. Quelle: Birgit Johann
Gammelby

Die Kreismitgliederversammlung der Grünen Rendsburg-Eckernförde hat am Dienstag in Gammelby einstimmig beschlossen, einen Antrag beim Landesparteitag Ende Oktober einzubringen. Darin soll die Landesregierung aufgefordert werden, "ein Raumordnungsverfahren für die Deponie der Klasse 1 in Kosel/Gammelby im Kreis Rendsburg-Eckernförde einzuleiten".

Weiter heißt es: "Die Landtagsfraktion und der Umweltminister werden aufgefordert, sich für dieses Anliegen einzusetzen." Hintergrund ist, dass in einer ehemaligen Kiesgrube an der B76 im Nordwesten von Eckernförde eine Bauschuttdeponie entstehen soll.

Bauschutt am Bültsee: Kritik aus Kosel und Gammelby

Das Vorhaben hat bereits in der Vergangenheit starke Kritik in den betroffenen Gemeinden Kosel und Gammelby hervorgerufen, zuletzt durch eine Postkartenaktion. Durch die Kiesgrube verläuft die Gemeindegrenze.

Kosel hatte bereits ein Raumordnungsverfahren beantragt, das aber abgelehnt wurde. Die Grünen versprechen sich dennoch etwas von ihrem erneuten Versuch: "Das Vorhaben soll auf eine größere Bühne gehoben werden, um mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken", erklärte Vorstandssprecher Lasse Bombien.

Noch kein Antrag gestellt für Bauschutt-Deponie am Bültsee

"Wir sind nicht grundsätzlich gegen Deponien, der Schutt muss ja irgendwo hin. Es gibt aber möglicherweise Standorte, die weniger problematisch sind", sagte Bombien. Ein Raumordnungsverfahren sei dazu da, Alternativen auszuloten.

Ihm sei bewusst, dass noch kein Antrag auf Errichtung einer Deponie gestellt wurde. "Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. Wir versuchen, das Vorhaben aus der Welt zu schaffen, bevor ein Antrag gestellt wird", so der Vorstandssprecher des Grünen-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde.

Deponie könnte die größte in Schleswig-Holstein werden

"Sollte es aber dazu kommen, muss die Deponie so verträglich wie möglich gestaltet werden." Die Grünen warnen vor Umweltschäden. Die Deponie soll den Grünen zufolge mit zehn Hektar Fläche und einer Höhe von 17 Metern Höhe über dem Geländeniveau die größte in Schleswig-Holstein werden.

Das Areal liege unmittelbar zwischen zwei Flächen des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes „Großer Schnaaper See, Bültsee und anschließende Flächen“. Es grenze direkt an die Landschaftsschutzgebiete „Hüttener Vorland“ und „Windebyer Noor und Schnaaper Seen“ sowie an das Naturschutzgebiet „Bültsee und Umgebung“.

Grüne: Schadstoffe könnten in Bültsee geraten

Die Grünen kritisieren, dass der Deponiestandort zudem im Schwerpunktraum des landesweiten Biotopverbundsystems und mitten auf der „Toteis-Seen-Achse“ zwischen Schlei und Ostsee geplant sei. Dabei handele es sich um hydrologisch miteinander verbundene Grundwasserseen.

Aus umweltpolitischer Sicht sei eine Deponie am vorgesehenen Standort wegen der "Eingriffe in die Natur durch Lärm, Staub und Veränderung des Landschaftsbilds" nicht tragbar. Grundwasser und Oberflächengewässer seien gefährdet, da Schadstoffe über die "Toteis-Seen-Achse" verbreitet werden könnten.

Gammelbys Gemeindevertreter beschäftigen sich mit den Bauschuttdeponie-Plänen während ihrer Sitzung am Dienstag, 8. Oktober 2019, um 19.30 Uhr im Gemeindetreff Alte Schule in Gammelby.

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