Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Engstelle in der Frau-Clara-Straße
Lokales Eckernförde Engstelle in der Frau-Clara-Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:47 14.08.2019
Von Tilmann Post
Autos, Radfahrer und Fußgänger müssen sich die schmale Stelle teilen und Rücksicht aufeinander nehmen. Die Bauzäune wurden absichtlich erst nach den großen Volksfesten mit viel Publikumsverkehr errichtet, heißt es aus dem Bauamt. Quelle: Jana Alina Mertineit
Anzeige
Eckernförde

„Fußgänger, Rad- und Autofahrer müssen Rücksicht aufeinander nehmen“, sagt Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke. Für die Fläche vor dem Grundstück sei eine Sondernutzungserlaubnis erteilt worden.

„Die Baustelle muss beschickt werden. Auf dem Grundstück lässt sich nichts abstellen“, so Kaschke. Er gehe davon aus, dass es bis zu ein Jahr bei diesem Zustand bleibt.

Anzeige

Die Mindestfahrbahnbreite von 3,55 Meter sei eingehalten worden, heißt es aus dem Bauamt. Müllfahrzeuge können also passieren. Bei der Frau-Clara-Straße handele es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, in dem Autos ohnehin nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.

Laster fahren über Schiffbrücke und Langebrückstraße

Die Baustelle sei zwar mit Einschränkungen verbunden, allerdings seien die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss gewährleistet. Die Einrichtung der Baustelle folgt laut Bauamt allen Anforderungen der Berufsgenossenschaft.

Baumaschinen und Lastwagen gelangen über die Schiffbrücke zur Frau-Clara-Straße und fahren über die Langebrückstraße wieder ab. Auf diese Weise wird die Verkehrsführung der Einbahnstraße eingehalten, es soll keine Rückwärtsfahrten geben.

Die Bauzäune lassen sich an zwei Stellen öffnen, sodass die Laster auf der einen Seite hinein- und auf der anderen Seite wieder herausfahren können. Voraussichtlich bis August kommenden Jahres wird an zwei neuen Gebäuden an der Stelle gearbeitet.

Fassaden mit beige-gelbem Verblendstein

Direkt an der Frau-Clara-Straße entsteht ein Vorderhaus mit einem Ladengeschäft im Erdgeschoss sowie Wohnungen im Ober- und im Dachgeschoss. Dahinter werden zwei Wohnungen im Reihenhauscharakter gebaut, erklärt Birger Andresen, Geschäftsführer der Baufirma Lorenz Andresen Conceptbau.

Für die Fassaden ist ein beige-gelber Verblendstein geplant, das Dach erhält eine Gaube zur Straßenseite. „Die Bauaufgabe ist nicht einfach“, so Andresen. Der Platz ist beengt und der Grund weist Lehm- und Torfschichten auf, sodass die Häuser auf Pfählen gegründet werden.

Zudem sei ein oberflächennaher Bodenaustausch nötig, da die Erde Findlinge und Reste von Kohle aufweise. Der schwierige Baugrund, Vorgaben der Ortsgestaltungssatzung sowie zwei Eigentümerwechsel haben ihm zufolge dazu geführt, dass die Fläche lange brach lag.

Baulücke in Frau-Clara-Straße seit 2015

Die Baulücke besteht bereits seit vier Jahren. Im Juni 2015 wurde das vorherige Gebäude abgerissen. Das Altstadthaus hatte eine lange Gastronomietradition.

Ursprünglich war darin vor mehr als 100 Jahren das „Stadtcafé“ untergebracht, das einen gepflegten Kaffeehausgarten sowie drei Kegelbahnen gehabt haben soll. Später zog an der Stelle das beliebte Tanzlokal „Casino“ ein.

Zuletzt war dort die Gaststätte „Barbarossa“ untergebracht, in der sich 2012 die Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ gründete.

Lesen Sie auch: Wie es in der Eckernförder Kultkneipe "Frau Clara" zuging - das Gebäude zwei Häuser weiter wurde zur gleichen Zeit abgerissen.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Cornelia Müller 14.08.2019
Tilmann Post 14.08.2019
Cornelia Müller 14.08.2019