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Eckernförde Diese Schlaglöcher haben Priorität
Lokales Eckernförde Diese Schlaglöcher haben Priorität
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17:00 24.01.2019
Diese Holperstrecke steht auf der Sanierungsliste ganz oben: In der Gettorfer Christianstraße wird angesichts des Zustandes von Fahrbahn und Gehweg dringender Handlungsbedarf gesehen. Quelle: Jan Torben Budde
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Gettorf

Stümke schilderte den miesen Zustand der Christianstraße, wo oft das Wasser stehe und zumindest eine Gehwegseite kaum nutzbar sei. Sönke Jacobsen vom Amt Dänischer Wohld bestätigte: „Die Sanierung der Christianstraße ist aus Gründen der Verkehrssicherheit am wichtigsten.“ „Wir wollen jetzt gern in den Straßenbau investieren“, betonte der Ausschussvorsitzende Marco Koch (CDU). Ihm schwante jedoch, dass einige Gettorfer nun erwarteten, dass die Gemeinde erst vor ihrer Haustür loslege. 

Rund 210000 Euro Kosten für die Christianstraße

2019 soll der nordöstliche Abschnitt der Christianstraße saniert werden. Die Baukosten bezifferte Stümke mit etwa 210000 Euro. Zudem sind in der Bergstraße im Bereich des Bahnüberganges die technischen Voraussetzung zur Verlegung neuer Regenwasserleitungen zu schaffen.

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Es gibt 80 Gemeindestraßen mit rund 350000 Quadratmetern Fläche

„Viele Straßen sind noch gut in Schuss, weil sie höchstens 15 oder 20 Jahre alt sind“, erklärte der Planer mit Blick auf die Neubaugebiete. Wie dringend der Sanierungsbedarf sei, hänge von Kriterien wie Baujahr, Zustand der Oberfläche, Verkehrsbelastung und eventuell erforderlichen Kanal- oder Versorgungsbauarbeiten ab. Von der Erstellung eines Katasters, worin alle Straßen aufgenommen werden, hielt Stümke wenig: „In Gettorf kann man auch ohne ganz gut einschätzen, was Vorrang hat." Die Gesamtfläche der 80 Gemeindestraßen liege bei rund 350000 Quadratmetern. Werde ein Abschreibungszeitraum von 35 Jahren zugrunde gelegt, sei von Sanierungskosten im hohen zweistelligen Millionenbereich auszugehen.

Straßensanierungen nur der Reihe nach

Reinhard Jandke (FDP) wunderte sich in der Sitzung, warum die Schulstraße nicht oben in der Liste steht: „Die ist doch auch eine Katastrophe.“ Marco Koch bezeichnete die Hohe Straße als ein „Sorgenkind“. Stümke mahnte angesichts der Kosten zur Geduld: „Es geht nur der Reihe nach.“

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Von Jan Torben Budde

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 24.01.2019
Cornelia Müller 25.01.2019