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Eckernförde Kaum Tempo-Sünder am Sandkrug
Lokales Eckernförde Kaum Tempo-Sünder am Sandkrug
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19:03 27.09.2019
Von Tilmann Post
Seit Februar gilt ganztägig Tempo 30 auf der B76 am Sandkrug - ausgedehnte Messungen im August und September haben nun gezeigt, dass die meisten Fahrer die Geschwindigkeit einhalten. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Polizei und Kreisverwaltung hatten im August und September an der Stelle einen kleinen „Blitzer-Marathon“ veranstaltet. Am Sandkrug wurden innerhalb eines Monatszeitraums so viele Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen wie nirgendwo sonst im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Und das, obwohl der Abschnitt der B76 weder als Unfallschwerpunkt noch als Gefahrenstelle gilt, wie es etwa an Schulen, Kindergärten oder Seniorenwohnheimen der Fall ist. Siebenmal postierten sich die Beamten von Anfang August bis Anfang September im Gebüsch mit ihren Messgeräten.

Blitzer löste am Sandkrug knapp 470 Mal aus

Das ergab eine Nachfrage der Kieler Nachrichten. Während der Aktionen wurde die Geschwindigkeit von annähernd 11.000 Fahrzeugen kontrolliert – dabei löste der Blitzer knapp 470 Mal aus. Der genaue Anteil von Tempo-Sündern beträgt 4,26 Prozent.

In den meisten Fällen handelte es sich um geringe Überschreitungen, die als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Nicht einmal fünf Prozent der Fahrer waren zu schnell – das liegt weit unter den Werten, die bei Kontrollen normalerweise festgestellt werden.

Hintergrund ist Lärmschutz an der B76

„Ein Durchschnitt von 20 Prozent ist üblich im Kreisgebiet“, sagte Britta Hingst vom Fachdienst Allgemeine Ordnungsverwaltung und Verkehr. Der Fokus auf den Abschnitt am Sandkrug habe nun gezeigt, dass es sich nicht um eine Stelle handelt, „an der überdurchschnittlich schnell gefahren wird“.

Hingst bestätigte das Ziel der Überwachungen: Es sollte erst einmal ein Lagebild erstellt werden, anhand dessen die Situation eingeschätzt werden kann. Hintergrund ist der Lärmschutz, der nach einer Anwohnerklage erst zu der Anordnung von Tempo 30 geführt hatte.

B76-Abschnitt in Eckernförde nicht auffällig

Das gilt nun seit Februar, zog aber weiteren Ärger nach sich. Denn viele Autofahrer zeigen bis heute mit lautem Hupen im Vorbeifahren, dass sie mit dem Tempolimit nicht einverstanden sind. Offenbar ist es in der Zwischenzeit zu weiteren Beschwerden gekommen, das würde die Blitzer-Offensive der Behörden erklären.

Die Polizei kann den Ergebnissen etwas abgewinnen. „Aus verkehrlicher Sicht sind sie positiv. Der Abschnitt ist nicht auffällig, eine Gefährdung liegt dort schon gar nicht vor“, sagte Lutz Kraack von der Polizeidirektion Neumünster.

Lärm-Werte nicht wegen zu schnellen Fahrens überschritten

Die Beamten gehen von einer normalen Lage aus, wenn sich 85 Prozent der Fahrer an die Höchstgeschwindigkeit halten. Andersherum: Geschwindigkeitskontrollen sind laut Kraack berechtigt, wenn der Anteil der Überschreitungen mehr als 15 Prozent beträgt.

Mit Blick auf den Lärmschutz zeigten die Ergebnisse, dass die zulässigen Werte zumindest nicht infolge zu schnellen Fahrens überschritten sein können. Welche Schlüsse nun gezogen werden, ist noch nicht klar. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr als übergeordnete Behörde äußerte sich am Freitag nicht zu dieser Frage.

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