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Eckernförde Ackern fürs Insektenparadies 2019
Lokales Eckernförde Ackern fürs Insektenparadies 2019
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07:05 26.09.2018
Von Cornelia Müller
Die nächsten 500 Quadratmeter Blühwiese für Insekten und Artenvielfalt sind in der Vorbereitung in Osdorf. Hinter den Tennisplätze sät Gärtnermeister Uwe Müller die Wildblumenmischung aus. Eggert Steffen und Florian Baasch vom Bauhof bereiten den Boden (von links). Quelle: Cornelia D. Mueller
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Osdorf

Gärtnermeister Uwe Müller aus Osdorf, Bauhofleiter Eggert Steffen und Mitarbeiter Florian Baasch haben die nächsten 500 Quadratmeter des Insektenparadieses zwischen Tennisplatz und Friedhof mit feinem Kies durchmischt und durchgefräst.

Viel Lkw-Ladungen Sand haben sie in den zunächst 50 Zentimeter tief ausgekofferten Boden eingearbeitet. "Der Boden muss mager sein, wenn die insektenfreundlichen Wildblumen und -gräser langfristig gedeihen sollen", klärt Müller auf.

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Im April ließ die Gemeinde Osdorf die ersten Blumenwiesen anlegen

Gleich verteilt er die feine Saat-Sand-Mischung gleichmäßig auf den Boden, bevor das Bauhofteam sie einarbeitet und noch einmal walzt. So kann der Wind sie nicht fort tragen. Und die Vögel picken sie nicht gleich wieder auf.

Im April 2018 hatte die Gemeinde schon einmal eine etwa gleich große Fläche Rasen, verteilt auf vier Standorte, zu Wildblumenwiesen mit bedeutendem Wert für Biene, Käfer und Co. von ihnen umwandeln lassen. Osdorf war so ins bundesweite Netzwerk Blühende Landschaft eingestiegen.

Viele kleine blühende Inseln ergeben ein Netz für Artenvielfalt

Die Idee: Wenn Gemeinden und Bürger viele kleine blühende Inseln schaffen, die nahe beieinander liegen, hat die Artenvielfalt doch noch eine Chance. Dabei ließ sich Osdorf vom Schmetterlings-Experten Marx Harder aus Kosel beraten.

Im Sommer staunte ganz Osdorf, wie bunt und lebendig die Blüh-Flächen sind. Auch Müller, Steffen und Baasch sind rundweg begeistert, was ihr Einsatz schon bewirkt hat. Einmal im Jahr werden die Wiesen gemäht, nämlich Ende Oktober.

Auch Bürger aus dem Umland haben sich in Osdorf informiert

Sogar Bürger aus Strande und Ottendorf hatten nach dem Besuch in Osdorf Uwe Müller damit beauftragt, auch aus ihren Gärten Bienenweiden zu machen. Müller: "Dabei kommt es auch darauf an, die passende Saat heimischer Wildpflanzen, die Herr Harder ausgesucht hat, zu verwenden."

Hier finden Sie mehr über das Netzwerk Blühende Landschaft.

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Projekt Blühende Landschaft in der Gemeinde Osdorf.
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