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Eckernförde Schönheiten locken zum Selberschneiden
Lokales Eckernförde Schönheiten locken zum Selberschneiden
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13:33 07.08.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Jetzt blühen wieder die Gladiolen: Für Felicitas Gärtner (27) haben die Schönheiten eine besondere Bedeutung: Ende August hat sie Geburtstag, dann gibt es immer auch einen Gladiolenstrauß. Die exotisch anmutende Schönheit ist auch unter dem Namen Schwertblume bekannt. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Strande

Mit ihrem Mann hatte sie 1995 die zuvor landwirtschaftlich genutzte Fläche gekauft und schon 1996 Sonnenblumen gepflanzt, die mit ihren langen Wurzeln den Boden auflockern sollten.

Verkauf zum Selberschneiden entstand eher zufällig

Viele wollten die sonnigen Schönheiten dann allerdings kaufen – so entstand der Verkauf für Selbstpflücker. Etwa zwei Jahre später seien bereits die Gladiolen hinzugekommen, die auch unter dem bezeichnenden Namen Schwertblume bekannt sind. Sie erblühen im Juli und August. Krohn-Tochter Felicitas Gärtner schätzt die Schönheiten mit teils exotischer Blütenzeichnung – auch, weil diese Ende August stets als Geburtstagsstrauß auf dem Tisch stehen.

Einkommensalternative in der Landwirtschaft

Noch verbreiteter als bei Gartenbaubetrieben dürften Blumenfelder zum Selberschneiden aber bei Landwirten sein. Dort gelten sie als klassische Einkommensalternative, um zum Beispiel schwankende Erträge bei Ackerfrüchten abzufedern. Nicht nur deshalb, sondern auch, weil Betriebe mit solchen Angeboten zu sympathischen Botschaftern für die Landwirtschaft werden, sehe man solche Projekte sehr positiv, erklärt Isa-Marie Kuhn von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wichtig bei Direktvermarktung ist die Lage

Laut Statistikamt Nord wurden in diesem Jahr auf 8300 Hektar Gartenbau-Erzeugnisse angepflanzt. Dazu gehören neben Blumen zum Beispiel auch Erdbeeren und Gemüse. Bei solchen Projekten sei die Lage wichtig, erklärt Isa-Marie Kuhn: „Man muss genug Laufkundschaft haben.“

Das Thema Direktvermarktung habe es aber immer schon gegeben – zum Beispiel mit der Milch, die man früher oft beim Bauern um die Ecke kaufte. Mittlerweile seien die Strukturen allerdings professioneller geworden. Und heute gebe es viel mehr Produkte, die direkt vermarktet werden – wie zum Beispiel die Blumen zum Selberpflücken, die derzeit vielerorts blühen.

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