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Eckernförde Bohrungen am Kanalufer
Lokales Eckernförde Bohrungen am Kanalufer
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09:00 03.02.2018
Dringen mit dem großen Bohrgerät bis zu 30 Meter tief ins Erdreich hinein: Dabei müssen Geräteführer Jens Hartmann (links) und Bohrfacharbeiter Sascha Brokate mitunter Hindernisse wie Steine aus dem Weg räumen. Quelle: Jan Torben Budde
Schinkel

Ohne genaues Wissen über die Bodenbeschaffenheit kann das Großprojekt nicht starten: Auch nachdem Bagger für die Verbreiterung am Kanal gesorgt haben, muss die Standsicherheit der künftigen Böschungskante gewährleistet sein.

Die nötigen Informationen dafür soll ein Gutachten über die Bodenbeschaffenheit geben. Baustoffprüfer Lutz Hansen und Bauingenieur Felix Jacobs von einer Kieler Ingenieursgesellschaft werten die Proben aus, die an Land und im Wasser von einer Fachfirma aus dem niedersächsischen Rastede mit dem Bohrgerät entnommen wurden. Im Torhaus auf Gut Rosenkrantz befindet sich ein provisorisches Labor, wo die Fachleute die Erdschichten unter die Lupe nehmen. Lehm, Ton, Sand, Kies und überwiegend Geschiebemergel landen auf ihrem Tisch. „Wir zeichnen die Bodenprofile auf“, erläutert Jacobs. Entpuppt sich das Erdreich als zu locker, müsse die Böschungskante flacher abgetragen werden, so Böge. Als Stabilisatoren wären sogar Betonwänden denkbar. Zudem werden Bodenproben in Labors auf Schadstoffbelastungen untersucht. Belastetes Material landet Böge zufolge nach dem Ausbaggern auf einer Deponie.

2019 soll der Startschuss für die NOK-Verbreiterung fallen, um den Begegnungsverkehr immer größerer Schiffe zu ermöglichen. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich Böge zufolge über viereinhalb Kilometer zwischen Großkönigsförde und Schinkel. 1,2 Millionen Kubikmeter Erdaushub werden dem Bauingenieur zufolge anfallen. Nach Abschluss der Arbeiten zwischen Großkönigsförde und Schinkel sind die weiteren Abschnitte auf der Oststrecke bis Kiel dran.

Von Jan Torben Budde

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