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Eckernförde Ein Dorf setzt auf Sonnenstrom
Lokales Eckernförde Ein Dorf setzt auf Sonnenstrom
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18:18 25.07.2019
Von Rainer Krüger
Diesen Solarpark gibt es in Brekendorf bereits, jetzt ist ein zweiter in Planung. Quelle: Rainer Krüger
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Brekendorf

Einstimmig fassten die Gemeindevertreter jetzt den Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan und segneten den damit verbundenen Durchführungsvertrag ab. Bauherr ist der Brekendorfer Hans Klaus Hensen. Durch die Regelungen entstehen der Kommune keine Kosten.

Brekendorf setzt auf Solarstrom

Mit dem neuen Park direkt neben der A7 baut Brekendorf seine Position als führende Solarstrom-Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde neben Emkendorf aus. Denn schon 2014 ging in Brekendorf auf einer ehemaligen Kiesabbaufläche südwestlich der Ortslage und nordöstlich der A7 der mit 2,5 Hektar damals größte Solarpark im Kreisgebiet ans Netz.

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Größter Solarpark derzeit in Emkendorf

Derzeit ist einer der Emkendorfer Parks mit 6,2 Hektar Fläche am größten. „Der Solarpark ist eine Initiative, die wir wohlwollend begleiten. Durch die Lage an der Autobahn ist es eine Fläche, die das Landschaftsbild nicht stört. Es ist ein Beitrag zur Energiewende an der richtigen Stelle“, erklärte Bürgermeister Rainer Mertens (UWB).

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, soll der neue Solarpark in fünf Abschnitten gebaut werden. Alle zwei Jahre werden Solarzellen mit jeweils 750 Kilowatt Peak Leistung installiert. Ingenieur Thomas Hinrichs vom Planungsbüro Springer wies auf eine neu formulierte Festlegung im Durchführungsvertrag hin.

4,93 Hektar sollen in Brekendorf bebaut werden

„Die Module sollen nur mit Wasser und ohne Reinigungsmittel gesäubert werden.“ Geplant ist, dass im Gebiet 4,93 Hektar bebaut werden. „Auch hier war früher eine Kiesgrube. Allerdings wurde die Fläche in den vergangenen Jahren landwirtschaftlich genutzt.“

Einnahmen für die Gemeinde sind durch die Photovoltaikflächen auch zu erwarten. Denn sowohl die Betreiberfirma des ersten Parks – die Solarpark Brekendorf & Co. KG – als auch Hensen haben ihren Geschäftssitz in Brekendorf. „Bislang gab es für die Gemeinde noch keine Gewerbesteuerzahlungen“, verriet Finanz- und Personalausschussvorsitzender Jens Jungclaus (UWB) auf Nachfrage.

Gemeinde hofft auf Einnahmen

Das sei in der Anlaufphase üblich. Allerdings hoffe er für die kommenden Jahre auf Einnahmen: „Die Solarparks sind ein Puzzlestück, mit dem wir uns an der Energiewende beteiligten. Es wäre schön, wenn wir eines Tages den hier erzeugten Strom direkt in der Gemeinde verbrauchen könnten.“

Erster Solarpark im Kreisgebiet wurde 2010 eröffnet

Im Kreisgebiet gibt es derzeit acht Solarparks. Der älteste wurde laut Kreissprecherin Judith Matthiesen 2010 in Brodersby mit einer Leistung von 1,69 Megawatt Peak genehmigt. Der plante Groß-Wahrberg-Park würde nach Fertigstellung auf 3,75 Megawatt Peak kommen. Zwei Photovoltaikflächen sind in Emkendorf bebaut (4,66 Megawatt Peak, 11,254 Megawatt Peak). Dazu kommen Parks in Brekendorf (4,5), Bredenbek (8,43), Ellerdorf (10,0), Felde (9.935) und Schönbek (8,87). Zudem gilt laut Matthiesen die Baugenehmigung für einen Park in Mühbrook (8,74) als sicher. Für fünf Projekte sei der Bauantrag noch nicht gestellt, dazu gehört der Groß-Wahrberg-Park.

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