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Eckernförde Jetzt läuft das Damwild los
Lokales Eckernförde Jetzt läuft das Damwild los
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14:24 18.10.2018
Auf der B 503 in Höhe Schwedeneck herrscht während der Brunftzeit erhöhte Unfallgefahr: Revieroberjäger Christopher von Dollen, hier mit Hund Moppel, warnt vor dem liebestollen Damwild. Quelle: Jan Torben Budde
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Schwedeneck

„Während der Brunftzeit ist das Damwild ganztägig unterwegs“, betont der Krusendorfer. Sonst trieben sich die Tiere eher in der Dämmerung – morgens und abends – in Straßennähe herum. Doch im Liebesrausch lege das Wild auch tagsüber weite Strecken zwischen den Brunftplätzen zurück. Etwa bis 5. November dauere die Paarungszeit. Besonders große Gefahr besteht von Dollen zufolge auf Straßenabschnitten, die beidseitig von Wald oder einseitig von einem freiem Feld umgeben sind.

Bei einem Wildunfall 110 anrufen

Als Beispiel nennt er die B 503. „Vor zwei Wochen ist einem Jäger ein Hirsch mit dem Geweih in die Fahrerseite hineingelaufen“, berichtet der Revieroberjäger. Selbst umsichtigen Autofahrern drohe also Gefahr durch unverhofft auftauchende Damhirsche, die beispielsweise ihre Nebenbuhler verfolgten. Dem Tier sei zwar nichts passiert. Aber der Schaden am Auto habe bei rund 4000 Euro gelegen. Seine Warnung gilt durchaus für den gesamten Altkreis Eckernförde. „Man sollte jetzt auch den Straßenrand gut im Blick haben“, rät von Dollen. Zudem sollten Autofahrer gerade in bewaldeten Gebieten mal vom Gas gehen.

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Und wenn es zu einem Wildunfall kommt? Christopher von Dollen appelliert an alle Autofahrer, in solchen Fällen den Notruf 110 zu wählen. Die Polizei informiere dann den Jagdausübungsberechtigten. „Es hat in diesem Jahr schon Unfälle bei uns und im Nachbarrevier gegeben, nach denen die Verkehrsteilnehmer einfach weitergefahren sind, ohne etwas zu tun“, stellt der 37-Jährige mit großem Bedauern fest. Zudem sollten die Autofahrer nach einem Wildunfall vor Ort warten – und die Stelle mit einem Warndreieck absichern. Es bestehe die Möglichkeit, dass das Wild noch lebe. Wird ein Jäger eingeschaltet, könne dieser das Tier schneller von seinen Qualen erlösen.

Von Jan Torben Budde

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