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Eckernförde Die Risiken des 5G-Funks
Lokales Eckernförde Die Risiken des 5G-Funks
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18:00 04.03.2020
Von Christoph Rohde
Dieser Sendemast in Sachsen-Anhalt ist bereits mit 5G-Modulen bestückt. In Eckernförde wird überlegt, die Straßenlaternen an 500 Standorten damit auszurüsten. Quelle: Hendrik Schmidt
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Eckernförde

Zuletzt hatte sich die Initiative in der Fragestunde der Ratsversammlung zu Wort gemeldet. Auf kritische Nachfragen zu Plänen, Eckernförde zur „Smart City“ auszubauen, gab es die Antwort, dass es im Rat zum 5G-Funk noch keine Entscheidungen gebe. Grundsätzlich beschlossen ist dagegen ein Ausbau des kabelgebundenen Glasfasernetzes für ein schnelles Internet. Glasfaser ist zwar Voraussetzung für 5G, zieht aber nicht automatisch den neuen Funk nach sich. Weiter hieß es aus der Ratsversammlung, dass 5G im Vorfeld mit den Bürgern diskutiert werden solle und das für die Risiko-Einschätzung das Bundesamt für Strahlenschutz maßgeblich sei.

Grenzwert reicht nicht aus

Letzteres findet die Bürgerinitiative problematisch. Sie hält das Bundesamt für nicht unabhängig, da die Bundesregierung den Ausbau des 5G-Netzes vorantreiben wolle und die Lizenzen schon versteigert seien. Der Grenzwert, auf den sich das Bundesamt beruft, schützt nach Angaben der 5G-Kritiker nur vor der thermischen Wirkung elektromagnetischer Strahlung, also einer Erhöhung der Gewebetemperatur. Er sage jedoch nichts aus über Langzeitfolgen und athermische Auswirkungen wie Zellstress, Öffnung der Blut-Hirnschranke und Herzrhythmusstörungen, die aus einer Vielzahl von Untersuchungen bekannt seien.

Keine "Hochrisiko-Technologie" einführen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Jahr 2011 elektromagnetische Felder, die beispielsweise beim Mobilfunk entstehen, als „potenziell krebserregend“ eingestuft. Experten sehen nach wie vor weiteren Forschungsbedarf. Über Gefahren von Handystrahlung wird auch an Eckernförder Schulen aufgeklärt. „Wenn wir unsere Kinder davor warnen, warum sollten dann gleichzeitig 500 Antennen im Ostseebad errichtet werden, die permanent senden“, gibt die Initiative zu bedenken. Sie fordert die Stadt auf, sich für den Schutz ihrer Bürger einzusetzen und nicht voreilig eine „Hochrisiko-Technologie“ einzuführen.

Initiative nimmt Bürgerbeteiligung ernst

Die „Funkloch-Picknicker“ wollen das Angebot aus der Ratsversammlung zur Bürgerbeteiligung ernst nehmen. Als ersten Schritt möchte die Initiative gemeinsam mit der Kommunalpolitik eine Informationsveranstaltung für die Bürger über den neuen Funk-Standard organisieren.

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