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Eckernförde Neue Ateliers für die Carlshöhe
Lokales Eckernförde Neue Ateliers für die Carlshöhe
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07:04 15.05.2019
Von Christoph Rohde
Margit Buß, Investor Wolfram Greifenberg, Uta Masch und Eike Eschholz freuen sich auf die Eröffnung der neuen Ateliers im Juli. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Hier ist im Erdgeschoss des Blocks bereits die große Galerie CarlsArt 78 beheimatet. Darüber wird ausgebaut: Greifenberg investiert in die Sanierung und das Herrichten des Gebäudes rund 3,5 Millionen Euro.

Während in der Galerie nach der erfolgreichen Ausstellung „Im- und Expressionismus“ die weißen Wände wieder auf neue Kunstwerke warten, haben einen Stock höher die Handwerker das Sagen. Fensterbrüstungen werden vertieft, so dass mehr Licht die Räume erhellt. Glasfronten entstehen zum Flur hin. Waschbecken werden installiert. Auch unter dem weitläufigen Spitzdach laufen Ausbauarbeiten. Hier gehen die Pläne derzeit allerdings eher Richtung Büros – als Gegenfinanzierung. Ein Fahrstuhl wird die Etagen miteinander verbinden, so dass auch Bildhauer mit ihrem schweren Material die Ateliers im ersten Stock nutzen können.

Verträgliche Mieten ohne Gewinnabsichten

Greifenberg will die Kreativ-Werkstätten zu verträglichen Mieten anbieten – „ohne Gewinnabsichten“. In den anderen Altbauten seien die Ateliers sogar subventioniert. Alle neuen Künstlerräume im Haus 78 sind bereits vergeben. Es besteht eine Warteliste. Als das Dach undicht wurde, stellte sich für Greifenberg die Frage, was mit dem brach liegenden ersten Stock passieren sollte? Dann nahm er noch einmal Geld in die Hand, um zu sanieren und die Ateliers auszubauen. „Aus Verantwortungsgefühl demgegenüber, was hier alles auf der Carlshöhe schon entstanden ist“, sagt er. Er selbst komme zwar nicht aus der Bildenden Kunst, sondern der Musiker-Ecke, fühle sich der Künstler-Kolonie aber sehr verbunden.

600 Quadratmeter umfasst die Galerie CarlsArt 78. Noch einmal die gleiche Fläche kommt jetzt im ersten Stock für die neuen Ateliers hinzu. Die 15 Werkstätten reihen sich wie Perlen entlang eines Flurs auf, der mit Glaswänden abgetrennt ist. Die Künstler haben hier die Möglichkeit, von innen ihre Werke zu zeigen. Margit Buß, die gemeinsam mit ihren Künstler-Kolleginnen Eike Eschholz und Uta Masch die Galerie ehrenamtlich leitet, spricht von einer „Kunstgasse 78“, die tagsüber begehbar sein wird. Verschiedene Bereiche von der Malerei über Skulpturen bis zur Grafik werden vertreten sein.

Viele haben sich hier schon eine Existenz aufgebaut

Die Nähe der Künstler auf der Carlshöhe beschreibt Margit Buß als „sehr inspirierend“. Es entwickele sich in Eckernförde zwischen Meer und Natur ein weiteres Epizentrum für Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein. Uta Masch freut sich auf gemeinsame Projekte mit den Künstlern. Die Galerie sei dabei ein wichtiger Part. Und Eike Eschholz sieht die Carlshöhe als Ort der kreativen Entfaltung. Hier hätten sich schon etliche Künstler eine Existenz aufgebaut. Und zu den „Offenen Ateliers“ kämen auch viele Leute, die sonst weniger Kontakte zur Kunst hätten.

Greifenberg plant, noch in diesem Jahr eine Stiftung ins Leben zu rufen, die die Kultur in Eckernförde und in Schleswig-Holstein fördern soll. Das CarlsArt 78 eröffnet offiziell am 1. September mit einer Ausstellung der Kieler Künstler Cora Korte und Rainer Gröschl. Im November folgt das "Manifestival" zum zehnjährigen Bestehen des Vereins Natur und Kultur Carlshöhe.

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