Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Chancen auf Bahnhaltepunkt steigen
Lokales Eckernförde Chancen auf Bahnhaltepunkt steigen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:17 06.11.2019
Von Tilmann Post
In Neuwittenbek halten die Regionalzüge auf der Strecke zwischen Eckernförde und Kiel seit rund 30 Jahren nicht mehr. Die Gemeinde hofft mit Hilfe des Landes auf eine Reaktivierung ihres Bahnhofs. 2500 bis 3000 Menschen nutzen die Züge täglich. Quelle: Tilmann Post
Neuwittenbek

Denn um einen weiteren Halt einzurichten, müssen die Züge Zeit einsparen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, an dem unter anderem Neuwittenbeks Bürgermeisterin Waltraud Meier (SPD) und Thilo Rohlfs (FDP), Staatssekretär im Kieler Verkehrsministerium, teilnahmen.

Dabei nannte Rohlfs erstmals exakt, dass für die Einrichtung eines Bahnhaltepunkts in Neuwittenbek derzeit zwei Minuten und 18 Sekunden fehlen. Ein Teil dieser Zeit werde ab dem Jahr 2023 bereits dadurch kompensiert, dass die derzeitige Diesel-Technik durch neue Elektro-Züge abgelöst wird.

Die Triebwagen vom Typ „Flirt Akku“ können schneller beschleunigen. Aus dem Grund sparen sie laut Rohlfs auf der Strecke zwischen Kiel und Eckernförde eine Minute und 36 Sekunden ein. Damit brauchen sie aber noch immer 42 Sekunden zu lang.

Gutachten der Deutschen Bahn

Durch eine Verbesserung der Schieneninfrastruktur sei das möglicherweise zu verringern, so der Staatssekretär. „Deshalb begutachtet die Deutsche Bahn im ersten Quartal 2020, ob durch bauliche Maßnahmen Zeit hereingeholt werden kann“, so Rohlfs am Montag.

Dazu sagte Lukas Knipping vom Nahverkehrsverbund Nah.SH: „120 Kilometer pro Stunde sind möglich, diese Geschwindigkeit wird aber nicht überall ausgefahren.“ Durch Umbauten könne es jedoch dazu kommen, beispielsweise eine Kurve mit Tempo 110 statt nur mit 100 zu nehmen.

In Frage kommen Knipping zufolge auch signaltechnische Verbesserungen, damit Züge schneller in die Bahnhöfe und wieder heraus fahren können. Die Idee der Trassierungsstudien, die auf der RB75-Strecke zu Beginn des kommenden Jahres stattfinden, sei „die Beseitigung von Geschwindigkeitseinbrüchen, um Potenziale zu heben und Reisezeiten zu verkürzen“, sagte Knipping.

Neuwittenbek will Wachstumspotenzial ausschöpfen

Das bedeute jedoch noch nicht, dass die Deutsche Bahn umgehend mit Bauarbeiten beginne. Wenn die Kosten zu hoch sind, verzichte das Unternehmen vielleicht komplett darauf. „Wir sind nicht Herr des Verfahrens, das ist die DB Netz“, sagte Thilo Rohlfs. Wenn eine Hebelwirkung erzielt werden könne, nehme das Land aber durchaus Geld in die Hand.

Doch nicht nur die technische Seite sei entscheidend, „auch das Potenzial an Fahrgästen muss vorhanden sein“. Dass Neuwittenbek sein Wachstumspotenzial ausschöpfen will, sei sichtbar. Das bekräftigte Waltraud Meier: „Ich gehe davon aus, dass wir unser Innenbereichsgutachten im Januar beschließen. Das geht von 67 Bauplätzen aus, auch für Mehrfamilienhäuser.“

Zudem sei der Bahnhalt Bestandteil des Masterplans Mobilität in der Kiel-Region. „Die Landeshauptstadt muss das Umland einbinden, um ihre Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen“, so Meier. Eine Perspektive für die Eröffnung des Haltepunkts Neuwittenbek konnte Thilo Rohlfs nicht nennen. „Wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Die Chancen stehen gut.“

Lesen Sie auch: Bahnhof - Neuwittenbek macht Druck

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Die Kriminalpolizei sucht den Täter, der am Dienstag vergangener Woche in Eckernförde einen 37-Jährigen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat. Ermittelt wird wegen versuchter Tötung. Das Opfer kam nach dem Angriff mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Christoph Rohde 05.11.2019

Das Projekt Städtebauförderung in Altenholz-Stift bietet auch privaten Hausbesitzern die Möglichkeit, von erheblichen Fördermitteln zu profitieren: Klingt erst mal vielversprechend – ist allerdings komplizierter als gedacht. Dennoch interessieren sich Einwohner dafür.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 05.11.2019

Gegen Eutin 08 geriet der Eckernförder SV bereits nach 38 Minuten mit 0:3 ins Hintertreffen. Das Tempo, das die Gäste gingen, war zu hoch, das eigene Passspiel zu fehlerhaft. Zu schnell schenkte der ESV den eigenen Ballbesitz wieder her. Völlig verdient ging es mit dem Rückstand in die Halbzeit.

05.11.2019