Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Kein "Klimanotstand" in Eckernförde
Lokales Eckernförde Kein "Klimanotstand" in Eckernförde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:02 16.08.2019
Von Tilmann Post
In vielen Städten wurde der "Klimanotstand" bereits ausgerufen, Eckernförde folgt dem Trend jedoch nicht. Quelle: Michael Kappeler
Eckernförde

Für die Entscheidung war in Eckernförde eigens eine Sondersitzung des Umweltausschusses einberufen worden. Grüne, Linke und die fraktionslose Doris Rautenberg warben noch einmal für die Resolution zum "Klimanotstand".

Bereits in der Ratsversammlung Ende Juni war absehbar, dass es gegen die Stimmen von CDU, SPD, SSW und FDP keine Mehrheit für die Resolution geben würde. Deren Vertreter störten sich an dem Begriff „Notstand“, außerdem befürchteten sie hohe Kosten. Torben Michler von der SPD sprach am Donnerstagabend von Symbolpolitik.

Klimaschutz nicht „Chefsache“

Eine Mehrheit verabschiedete jedoch den Antrag von CDU, SSW und FDP, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe Klimaschutz einzurichten. Entgegen der Forderung der Grünen, die den Klimaschutz zur Chefsache erklären wollten, wird das Gremium jedoch nicht von Bürgermeister Jörg Sibbel (CDU), sondern von der Umweltausschussvorsitzenden Petra Neumann (SPD) geleitet.

Die interfraktionelle Arbeitsgruppe besteht künftig aus je einem Mitglied der sechs Fraktionen und Doris Rautenberg sowie dem Naturschutzbeauftragten Michael Packschies und der Klimaschutzbeauftragten Manina Herden. Je nach Bedarf können Vertreter der „Fridays for Future“-Bewegung, der Wirtschaft, aus städtischen Betrieben und Naturschutzverbänden hinzugeholt werden.

Fridays for Future“-Forderungen kommen auf den Tisch

Nach ersten Ideen des Umweltausschusses kann die Arbeitsgruppe das Klimaschutzkonzept von 2015 fortschreiben und weitere Maßnahmen von Emissionsreduzierung anstoßen. Laut Rainer Bosse (SSW) soll darüber beraten werden, welche Forderungen von „Fridays for Future“ in Eckernförde umsetzbar sind. Der Vorschlag stieß auf Zustimmung.

Anja Koch von den Grünen ging das nicht weit genug. Erste Aufgabe müsse es sein, „die schlimmsten Verursacher von Treibhausgasen“ zu identifizieren. „Nur das Klimaschutzkonzept fortzuführen, reicht mir nicht.“ Das erste Treffen der Arbeitsgruppe soll bis zum nächsten Umweltausschuss am 29. August feststehen.

Mehr Nachrichten aus Eckernförde und Umgebung finden Sie hier.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie sind optimal getarnt, und trotzdem ist ihr Bestand in freier Wildbahn winzig: Rebhühner. Die graubraunen Hühnervögel sind heimisch, doch ihr Lebensraum ist auf ein Minimum geschrumpft. Jäger im Dänischen Wohld versuchen, ie wieder anzusiedeln - auch am Gut Augustenhof in Osdorf.

Cornelia Müller 16.08.2019

Das hätte vor einem halben Jahr niemand zu hoffen gewagt: Ein Uhu, der sich in einem elektrifizierten Stacheldraht schwere Verletzungen zugezogen hatte, wurde am Mittwoch in Schwedeneck wieder ausgewildert. Verbunden mit dem eindringlichen Appell, diese Zäune nicht mehr zu nutzen.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 15.08.2019

Die Sportbuzzer-User haben gewählt: Lars Mischak vom MTV Dänischenhagen aus der Verbandsliga Ost setzt sich mit 41,0% der Stimmen in der Abstimmung zum "Helden der Woche" durch. Neben dem Titel wartet auf die Gewinner außerdem eine Kiste Bier zum Teilen mit dem Team.

Christopher Hahn 15.08.2019