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Eckernförde So bekämpft Eckernförde die Plastikflut
Lokales Eckernförde So bekämpft Eckernförde die Plastikflut
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14:15 18.09.2019
Von Christoph Rohde
Coastal Cleanup Day Eckernförde: In Eimern wie diesen werden die verschiedenen Müllfraktionen sortiert. Touristikmanager Stefan Borgmann (links) sowie Carla Wichmann und Hans Reimer Witt vom Bundesverband Meeresmüll erwarten rund 300 freiwillige Sammler in Eckernförde. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Zum dritten Mal ruft Eckernförde in Kooperation mit dem Bundesverband Meeresmüll, der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) und dem Ostsee-Info-Center (OIC) zum Coastal Cleanup Day, also dem Müllsammeln am Strand, auf.

Vergangenes Jahr kamen dabei 146 Kilogramm Abfall zusammen – trotz regelmäßiger Strandreinigung durch die Touristik. Das Gros machten dabei Plastikstücke, Zigarettenkippen, Plastikflaschen und Verpackungen aus. 170 Schüler waren mit Greifern und Eimern im Einsatz.

Für den kommenden Freitag, 20. September 2019, soll die Beteiligung am Coastal Cleanup Day Eckernförde noch einmal getoppt werden.

249 Kinder und erwachsene Begleiter beim Coastal Cleanup Day Eckernförde

Nach Angaben von Touristikmanager Stefan Borgmann haben sich 249 Kinder und erwachsene Begleiter aus sechs Schulen in Eckernförde angesagt.

Mit dabei sind die Fritz-Reuter-Schule, Waldorfschule, Gudewerdtschule, Peter-Ustinov-Schule, Jungmann-Gymnasium und die Schule am Noor. "Jeder, der mitmachen möchte, kann noch hinzustoßen", sagt Borgmann. Zum Coastal Cleanup Day Eckernförde werden rund 300 freiwillige Helfer erwartet.

Um nicht mit Müllsäcken für zusätzlichen Plastikabfall zu sorgen, sind die Teilnehmer aufgefordert, möglichst selbst Sammeleimer mitzubringen. Die AWR unterstützt mit Greifern, Handschuhen und Müllbehältern, das OIC mit Informationen zum Thema Meeresmüll.

Drei Stationen beim Coastal Cleanup Day Eckernförde

Am Freitag sind drei Strand-Stationen für den Coastal Cleanup Day Eckernförde aufgebaut: am OIC, vor der Stadthalle und an der DLRG-Hauptstation. Der gesammelte Abfall wird anschließend sortiert, an die internationale Coastal-Cleanup-Zentrale gemeldet und fachgerecht entsorgt.

"Das tolle an Eckernförde ist, dass hier durch eine Kooperation mit den Schulen viele Kinder und Jugendliche mitmachen", sagt Carla Wichmann, Geschäftsstellen-Leiterin des Bundesverbands Meeresmüll e.V. Dadurch ist auch sichergestellt, dass der Coastal Cleanup Day Eckernförde im Unterricht vor- und nachbereitet wird.

Coastal Cleanup Day Eckernförde: Verband fordert Verbot

Der Meeresmüll-Verband setzt sich nicht nur dafür ein, dass die Müllproblematik in die Bildungspläne einfließt. Er will auch die Politik und die Wirtschaft in die Verantwortung nehmen. Beispielsweise durch ein Einweg-Plastik-Verbot.

Allein Coca Cola stellt laut dem "Plastikatlas" der Heinrich-Böll-Stiftung weltweit jährlich 88 Milliarden Einweg-Plastikflaschen her. Das entspricht – aneinandergereiht – einer Strecke 31 mal von der Erde zum Mond.

Laut Wichmann gibt es inzwischen einen Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die unter dem Titel "Break free from Plastic" die Hersteller zu einer Umkehr bewegen wollen.

Zum Nachhören: Müll in unseren Meeren



Aber auch die Verbraucher sind gefordert. "Deshalb arbeiten wir an dem Bewusstsein für die Bedrohung durch Meeresmüll", sagt Hans Reimer Witt vom Vorstand des Bundesverbands.

Coastal Cleanup Day Eckernförde: Daraus besteht der Ostsee-Müll

Was findet sich alles für Abfall an den Ostseestränden? Laut eines Screenings im Rahmen des Meeresschutzvertrages Ospar stehen Plastik- und Polystyrolstücke mit 24 Prozent ganz oben an. Es folgen Zigarettenkippen mit zehn Prozent, Deckel und Verschlüsse mit fünf Prozent und ebenso viele Anteile Schaumstoff sowie Ton- und Keramikartikel. Vier Prozent sind Plastiktüten und 47 Prozent entfallen auf Sonstiges.

Weltweit gelangen jedes Jahr Millionen Tonnen an Kunststoffen in die Ozeane. Sie werden von Flüssen mitgeführt, durch Abflüsse ins Wasser geleitet, von Schiffen entsorgt oder durch Wellen vom Ufer abgetragen.

Immer Informiert: Hier lesen Sie alle Nachrichten aus Eckernförde.

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