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Eckernförde Pfandbecher sollen Eckernförde erobern
Lokales Eckernförde Pfandbecher sollen Eckernförde erobern
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08:05 08.06.2019
Von Tilmann Post
Kaffee zum Mitnehmen bitte nur noch im Mehrwegbecher - das wünschen sich Klimaschutzmanagerin Manina Herden (links) und ETMG-Praktikantin Laura Wollmer. Wie der Prototyp links im Bild soll der Eckernförder Becher aussehen - in den Schleswig-Holstein-Farben. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Wer heute einen Kaffee für unterwegs kauft, erhält meistens einen kunststoffbeschichteten Pappbecher mit Plastikdeckel. Die Kritik daran - nicht nur von Eckernfördes Klimaschutzmanagerin Manina Herden: Die Becher verbrauchen zu viele Ressourcen, weil keine wiederverwendeten Materialien verarbeitet werden. Das sei im Lebensmittelbereich nicht erlaubt.

Zudem lassen sich die Becher ihr zufolge schwer recyclen. Ein Müllberg sei die Folge. Deshalb hat Herden die Pfand-Initiative mit einer Auftaktveranstaltung im Februar gestartet. Nun ist ein Anbieter gefunden, es fehlen noch Teilnehmer. Mit im Boot ist Eckernfördes Touristik- und Marketinggesellschaft (ETMG), die die Akquise in den Geschäften übernimmt.

System kommt aus Bad Segeberg

Die Klimaschutzmanagerin und die ETMG wollen das System "tobego" der Firma Cup & More aus Bad Segeberg in Eckernförde einführen, das der Anbieter zusammen mit der Bäckerei Günther aus Kiel entwickelt hat. Damit gibt es bereits den ersten Teilnehmer.

Das System funktioniert so: Ein Liebhaber des Koffein-Schubs für unterwegs kauft sich einen Kaffee beim Bäcker um die Ecke, trinkt ihn auf dem Weg in die Innenstadt und gibt den leeren Becher beispielsweise in der Eisdiele wieder ab.

Becherpfand beträgt einen Euro

Die "tobego"-Becher sind aus lebensmittelechtem, geschmacksneutralem Polypropylen und sind in drei Größen von 0,2 bis 0,4 Litern zu haben. Der Becherpfand soll einen Euro betragen, wer einen Deckel dazu haben möchte, zahlt einen weiteren Euro. Das Pfandgeld gibt es dann beim Abgeben wieder zurück.

Die ETMG beginnt mit der Akquise von Unternehmen. Das übernimmt Laura Wollmer, die neben Bäckereifilialen auch Cafés, Tankstellen, Eisdielen und andere gastronomische Betriebe direkt anspricht, die Kaffee zum Mitnehmen anbieten.

Die Becher halten bis zu 1000 Waschgängen stand

Für die Betriebe fällt eine Systemgebühr von 120 Euro im Jahr an, mehr nicht. Sie können die Becher selbst auswaschen oder den Reinigungsservice von Cup & More in Anspruch nehmen. Das kostet dann aber extra. Die Becher halten bis zu 1000 Waschgängen stand.

Als Anreiz wird den ersten zehn Teilnehmern die Systemgebühr für das erste Jahr von der Stadt Eckernförde erstattet, teilt Manina Herden mit. Sie weist aber auch darauf hin, dass die Unternehmen kurzfristig wieder aussteigen können, wenn ihnen das System nicht zusagt.

Einwegprodukte sollen aus Eckernförde verschwinden

"Unser Ansatz ist, dass Einwegprodukte möglichst schnell verschwinden sollen", erklärte Manina Herden das Engagement. "Wir wollen nicht passiv warten, bis ein Pfandbecher-Anbieter von allein nach Eckernförde kommt", ergänze Sabrina Bock von der ETMG.

Unternehmen, die nicht auf den Akquise-Besuch warten wollen, können sich direkt bei der ETMG unter Tel. 04351/717924 oder bei Manina Herden unter Tel. 710680 melden.

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