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Eckernförde Commerzbank gewinnt 300 Kunden in 2019
Lokales Eckernförde Commerzbank gewinnt 300 Kunden in 2019
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16:43 12.03.2020
Von Tilmann Post
Commerzbank-Abteilungsdirektor André Leutz ist sich sicher, dass die Filiale Eckernförde Bestand hat. Quelle: Tilmann Post
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Eckernförde

In der Frankfurter Konzernzentrale werde derzeit geprüft, welche Filialen keine Zukunft mehr haben. „Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Eckernförde davon betroffen ist“, sagte André Leutz jetzt.

Die Niederlassung mit fünf Mitarbeitern verzeichne steigende Zahlen. Zudem gehe er davon aus, dass sich Schließungen auf größere Städte beschränken, um dort Doppelstrukturen abzubauen.

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Das Geschäftsvolumen der Eckernförder Filiale habe 2019 den Betrag von 76 Millionen Euro erreicht, teilte Leutz mit. Die Summe sei gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent gestiegen.

Commerzbank trennt Privat- und Unternehmenskunden

Sie lasse sich jedoch nicht direkt mit den Zahlen aus 2018 vergleichen, weil Privat- und Unternehmenskundengeschäft in der Zwischenzeit getrennt wurden. Der Kieler Standort der Commerzbank hat die Unternehmer übernommen.

In Eckernförde werden nur noch Privatkunden betreut. Davon hat die Bank gut 5000 im Bestand. Im Vorjahr waren es noch 5500, die Zahl sei jedoch um inaktive Kunden bereinigt worden, so Leutz.

Die Eckernförder Filiale habe zudem allein im vergangenen Jahr 300 Kunden und 250 neue Konten hinzugewonnen. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank prägt das Geschäft weiterhin deutlich.

Prognose: Nullzins noch mindestens fünf Jahre

„Wir gehen ins zehnte Jahr des Zinsrückgangs. Wir sehen auch in den kommenden fünf Jahren keine Veränderung“, so Leutz, zu dessen Marktbereich auch die Filialen Rendsburg und Schleswig zählen.

Obwohl das Sparen keine Zinsen mehr bringt, liegt Leutz zufolge 40 Prozent des Geldvermögens deutscher Privathaushalte unverzinst auf Girokonten, Tagesgeldkonten und Sparbüchern. „Alleine in der Commerzbank-Region Eckernförde sind dies Einlagen in Höhe von 28 Millionen Euro“, so André Leutz.

Seit Ende 2010 liege der Wertverlust durch „falsches Sparen“ bei 1638 Euro pro Bundesbürger. Deshalb rät der Marktbereichsleiter zu Investitionen in Wertpapiere.

Strafzinsen ab Einlagen von 250.000 Euro

Sparer sollten keine Angst vor Aktien haben. Derzeit fallen die Kurse wegen des Coronavirus, das könne möglicherweise eine Chance zum Einstieg sein.

„Wir gehen davon aus, dass die EZB den Strafzins diese Woche von 0,5 auf 0,6 Prozent anhebt“, sagte Leutz. Der werde an Kunden mit Spareinlagen ab 250.000 Euro weitergegeben.

Immobilienboom in Eckernförde

Ein anderer Effekt der Niedrigzinsphase ist auch in der Filiale der Eckernförder Commerzbank zu spüren: Der Immobilienboom setze sich trotz hoher Preise fort.

2019 seien Baufinanzierungen von sieben Millionen Euro hinzugekommen. Der Bestand stieg damit auf 36 Millionen Euro.

„Wir erleben in Eckernförde einen Zuzug von Kunden aus dem Main-Taunus-Kreis, aus Hamburg und Bayern“, so Leutz. Das sei unter anderem ein Grund für die weiter steigenden Preise.

Lesen Sie auch:  Explosion in der Commerzbank am Arndtplatz in Kiel.

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