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Eckernförde Das große Abholzen läuft gut an
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16:14 16.01.2020
Von Rainer Krüger
Das große Abholzen macht's möglich. In Großkönigsförde bietet sich ein fast freier Blick aufs Südufer des Nord-Ostsee-Kanals.  Quelle: Rainer Krüger
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Großkönigsförde

„Das ist hier eine Schlammschlacht“, gesteht Niels Böge. Dennoch fahren die PS-starken Spezialfahrzeuge auf dem gut vier Kilometer langen Abschnitt problemlos durch den Matsch. Zwei Fällbagger, ein Rückzug und ein Traktor mit Seilwinde sind nach Angaben des Baustellenbevollmächtigten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Kiel-Holtenau momentan im Einsatz. Sie roden die Bäume, die für den geplanten NOK-Ausbau verschwinden müssen. Dafür werden auf der Strecke 40 Meter vom Nordufer abgetragen. Bäume auf der Böschung, aber auch Wald müssen deshalb auf gut zwölf Hektar Fläche weichen. Entsprechend sind an der Westhälfte des Uferstreifens von der Straße Bökenrott bis zum Wald Im Linden schon Berge aus Baumstämmen zu sehen.

Am Steilen Hang wird auch die Motorsäge eingesetzt

Doch nicht alles lässt sich aus der Fahrerkabine heraus sägen und bewegen. In manchen Fällen müssen die Rodungsspezialisten der Firma Breddemann aus Waltrop in Nordrhein-Westfalen auch zur Motorsäge greifen. „Wenn die Gefahr besteht, dass Bäume im Kanal landen können, werden sie mit Seilen abgesichert und gegebenenfalls vom Trupp abgesägt“, so Böge. Schließlich habe der Böschungshang an manchen Stellen 45 Grad Neigung. Wegen der Arbeiten wird der Rad- und Fußweg am Kanal bei Bedarf gesperrt. Mit den Fortschritten ist Böge zufrieden.

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Bis zum Beginn der Brutzeit müssen die Arbeiten durch sein

„Bis zum Beginn der Brutzeit und der Vegetationsperiode müssen wir fertig sein“, erklärt er. Der letzte rechtlich zulässige Arbeitstag wäre somit der 29. Februar. „Das meiste Holz wird zu Hackschnitzeln verarbeitet“, sagt Böge. Schließlich stünden viele Eschen und Weiden am Hang. Bei Buchen und Eichen sei auch eine andere Verwertung denkbar. Gehäckselt werden soll vor Ort in Schinkel. Der Abtransport der Hackschnitzel dürfte im Februar beginnen.

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Hochzeitsbaum von 1989 gefällt

Manch gefällter Baum hatte für die Kanalanwohner eine besondere Bedeutung. „Als meine Frau und ich 1989 heirateten, haben wir einen Kirschbaum gepflanzt. Auch er wurde jetzt gefällt“, berichtet Holger Stuhr, Wirt des direkt am Kanalufer liegenden Lindenkrugs. Das Trostpflaster: „Wir haben 200 Euro Entschädigung bekommen.“

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Deshalb wird der Nord-Ostsee-Kanal erweitert

Die Erweiterung auf vier Kilometern Strecke zwischen Schinkel und Großkönigsförde ist das erste Teilstück des NOK-Projekts Ausbau Oststrecke. 120 Millionen Euro Baukosten sind für den ersten Abschnitt veranschlagt. Für den Ausbau der gesamten Oststrecke bis Kiel sieht der Bundeshaushalt 500 Millionen Euro vor. Der Kanal wird auf die Mindestsohlbreite von 70 Metern gebracht, um Staus und Wartezeiten zu verkürzen. Die Sohlbreite im betreffenden Abschnitt beträgt aktuell nur 44 Meter.

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