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Eckernförde Verwaltungen planen Ehe auf Probe
Lokales Eckernförde Verwaltungen planen Ehe auf Probe
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06:36 17.12.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Hochsaison beim Ringetausch sind die Monate Mai bis September. Im Amt Dänischenhagen gab es in dieser Zeit bei den Standesbeamten aber immer wieder Probleme, Personalausfälle zu kompensieren. Das soll sich durch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung in Altenholz bessern. Quelle: Uwe Paesler
Dänischenhagen/Altenholz

Das Amt Dänischenhagen mit den Gemeinden Dänischenhagen, Noer, Schwedeneck und Strande hat der Gemeinschaft bereits zugestimmt. Was nicht überrascht, da es gewissermaßen das Amt war, das den Nachbarn Altenholz angebaggert hat. 

Betroffen ist das Personenstandswesen

Es geht bei der Zusammenarbeit um das sogenannte Personenstandswesen: Das sind Geburten und Todesfälle, aber auch Trauungen. Das bedeutet: Wer zum Beispiel heiraten will, die Geburt eines Kindes melden möchte oder eine Vaterschaft anerkennen will, wendet sich künftig an die Verwaltung in Altenholz.

Der genaue Start der Zusammenarbeit ist derzeit noch offen: Wenn die Gemeindevertretung Altenholz in ihrer Sitzung am Mittwoch, 18. Dezember (17 Uhr) zustimmt, soll das Ganze so bald wie möglich umgesetzt werden, erklärt Bürgermeister Carlo Ehrich. Das bedeutet vermutlich: bis spätestens Anfang April.

Es bleibt bei den acht Trauungsorten

Was sich durch die Zusammenarbeit nicht ändert: Auch künftig bleibt es im betroffenen Bereich bei acht den Trauungsorten. Das sind jeweils die beiden Verwaltungsgebäude, außerdem die immer beliebteren Außentrauorte Gut Projensdorf und Gut Knoop in Altenholz sowie im Amt Dänischenhagen Gut Hohenhain, dasBermudadreieck“ am Strander Hafen sowie die Strände Dänisch Nienhof und Surendorf. Wo auch immer hier das Ja-Wort fallen soll: Die zuvor erforderlichen Gespräche werden in Altenholz geführt.

Den neuen Ausweis gibt es weiterhin in Dänischenhagen

Was sich nicht für die Einwohner in Dänischenhagen, Noer, Schwedeneck und Strande ändert: Bei Anliegen, die das Meldewesen betreffen, bleibt für sie weiterhin die Verwaltung in Dänischenhagen zuständig. Hier gibt es zum Beispiel einen neuen Personalausweis oder den Reisepass. 

Grund für die Gemeinschaft auf Probe sind die alljährlich etwa 70 Eheschließungen im Amt Dänischenhagen – wobei die Zahl nach Angaben der Verwaltung bereits seit 2017 stark gesenkt wurde. Denn auch hier macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar: Im Standesamtsbezirk Dänischenhagen kümmert sich überwiegend eine Standesbeamtin um die Aufgabe.

Oft mussten die Führungskräfte Standesamt unterstützen

Trotz einiger Versuche gelang es nicht, dauerhaft eine Vertretung für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu etablieren. Und das bedeutet dann eben auch, dass das Standesamt in der Trauungs-Hauptsaison von Mai bis September von der Leitendenden Verwaltungsbeamtin oder dem Büroleiter unterstützt werden, die ebenfalls Standesbeamte sind. Denen fehlt dann allerdings Zeit für die Leitung des Hauses und die eigentlichen Aufgaben.

Ähnliche Kooperationen gibt es bereits

Altenholz zeigte sich der Brautwerbung des Nachbarn übrigens von Anfang an aufgeschlossen. Die Standesamts-Mitarbeiterin aus Dänischenhagen soll künftig nach Altenholz abgeordnet werden, führt aber weiter das „Amt Dänischenhagen“ im Briefkopf. 

Beide Verwaltungen sollen dann von einer gegenseitigen Vertretung der für das Personenstandswesen zuständigen Mitarbeiterinnen profitieren. Auch eine Vertretung aller trauenden Standesbeamten untereinander hilft beiden Seiten, vor allem in der Urlaubszeit. In Altenholz gab von 2017 bis 2019 zwischen 60 bis 77 Hochzeiten.

Ähnliche Kooperationen gibt es übrigens auch schon andernorts: So arbeiten zum Beispiel Achterwehr und Molfsee schon seit 2007 beim Standesamt zusammen, seit Jahren auch schon Rendsburg und Büdelsdorf.

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