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Eckernförde Marinestützpunkt wächst weiter
Lokales Eckernförde Marinestützpunkt wächst weiter
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17:15 07.01.2019
Von Christoph Rohde
WTD-Direktor Frank Menning (v.l.), Kommandeur Seebataillon Axel Meißel und der stellvertretende Standortälteste Peter Sikora begrüßen Bürgermeister Jörg Sibbel zum Bundeswehr-Empfang. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Bürgermeister Jörg Sibbel wertete diese Entwicklung am Montag auf dem Neujahrsempfang der Bundeswehr jedoch als „starkes Bekenntnis“ in den Erhalt des Standortes und der Arbeitsplätze.

"Wir wachsen schneller, als bisweilen erwartet"

Der stellvertretende Standortälteste, Fregattenkapitän Peter Sikora, begrüßte 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Bundeswehr im Offiziersheim der Marine Nord. Einen Ausblick auf die Entwicklung des Standortes gab Fregattenkapitän Axel Meißel. Auch wenn die Zielzahl noch nicht erreicht sei – „wir wachsen schneller, als bisweilen erwartet“, sagte der Kommandeur des Seebataillons. Dies kann er auch an seinem eigenen Verband festmachen: 790 Soldaten gehören derzeit dem Seebataillon an. Über 1000 Dienstposten plus 300 Anwärter sollen es künftig werden.

Kampfschwimmer sind jetzt Nato-zertifiziert

Ähnlich positiv sieht die Entwicklung bei den Kampfschwimmern aus. Dem Kommando Spezialkräfte Marine (KSM) werden inzwischen 300 Dienstposten zugeschrieben. Laut Meißel kann zeitnah die Aufstellung einer zweiten Kampfschwimmer-Kompanie beginnen. Vom Verteidigungsministerium wurde kürzlich ein weiterer Aufwuchs auf kommende 550 Dienstposten bewilligt. Das KSM qualifizierte sich zudem kürzlich als „Special Operations Maritime Task Group“ und stellt damit die derzeit einzige deutsche Nato-zertifizierte Spezialeinheit für die Eingreiftruppe Nato Response Force.

Kooperation mit den Niederländern schreitet voran

Besondere Herausforderungen hat auch das Seebataillon zu bewältigen, dessen Angehörige vergangenes Jahr fast 10<VG>000 Einsatztage bei Operationen auf drei Kontinenten und im Mittelmeer ableisteten. Weitere Fortschritte macht laut Meißel die Kooperation mit den Niederländern, die voraussichtlich 2020 ihre volle Einsatzfähigkeit erreichen wird. Ferner steht dem Kommando Zentrum Einsatzprüfungen in diesem Jahr die neue Fregatte der Klasse F<VG>125 ins Haus, deren Einsatztauglichkeit auf Herz und Nieren getestet werden soll.

Bis 2021 werden 49 Millionen Euro verbaut

Der wachsende Stützpunkt zieht nach Worten von Meißel einen steigenden Wohnungsbedarf für die Soldaten in und um Eckernförde nach sich. In der Marine Nord haben bislang 1600 Männer und Frauen ein „Zuhause“ gefunden. Vergangenes Jahr wurden dafür zehn Millionen Euro im Stützpunkt verbaut, bis 2021 sind weitere 49 Millionen Euro verplant. Bürgermeister Sibbel unterstrich, dass im Ostseebad in den nächsten Jahren 600 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen sollen. Die Bundeswehr, sagte er, sei eine feste Größe in Eckernförde und ein attraktiver Arbeitgeber.

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