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Eckernförde Auf dem Parkplatz ist alles geregelt
Lokales Eckernförde Auf dem Parkplatz ist alles geregelt
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09:00 14.04.2019
Der Job bringt ihr tierisch Spaß: Als Parkplatz-Einweiserin vor dem Tierpark Gettorf hat Marlies Petersen alle Hände voll zu tun, wenn die Besucher in Scharen mit dem Auto kommen. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Nach der sechsstündigen Schicht braucht Marlies Petersen aus Gettorf kein Fitnesstraining mehr. Und sie mag ihren Job, selbst wenn sie manchmal mit Nörglern zu tun hat.

„Die Besucher sind überwiegend freundlich, bedanken sich sogar für den Service“, betont sie. Sie trägt eine gelbe Warnweste bei der Arbeit, hat die Tierpark-Einfahrt auch beim Interview stets im Blick.

Auf dem Parkplatz am Tierpark Gettorf ist Geduld gefordert

Mitunter braucht die Hausfrau und Mutter in diesem Minijob Geduld. „Warum können wir nicht da drüben parken, da ist doch auch noch was frei?“ Solche Fragen hört sie in der Hochsaison von Besuchern auch.

Längst nicht jeder Autofahrer sei mit dem zugewiesenen Platz einverstanden, sagt sie. „Einige wollen am liebsten direkt beim Kassenhäuschen parken." Auch gebe es Besucher, die ihre Handzeichen ignorierten.

„Ich will die in Reihe eins lotsen, aber die stellen ihr Auto einfach in Reihe drei ab“, sagt sie kopfschüttelnd. Eine freie Platzwahl ist aber bei großem Ansturm, wenn alle die Tiere sehen wollen, nicht möglich.

Manche parken den Behinderten-Parkplatz zu

„Ganz besonders wenn jemand seinen Wagen auf einem Behinderten-Parkplatz abstellen möchte oder eine Zufahrt versperrt“, betont Tierpark-Mitarbeiterin Anne Bumann. Und dann tauchten mitunter Geländewagen-Fahrer auf, die nicht auf der Koppel parken möchten, weil ihr Fahrzeug gerade in der Waschanlage war.


Marlies Petersen nimmt es mit Humor. Wenn Autofahrer ihre Signale übersehen und in die falsche Reihe abbiegen, reißt die Parkplatz-Einweiserin beide Arme über Kreuz in die Höhe und winkt ihnen besonders auffällig zu. Die Fuchtel-Geste versteht jeder Gast des Tierparks.

Seit April 2018 macht sie den 450-Euro-Job. „Es bringt wirklich Spaß“, betont sie. Besonders gut ist, dass sie auch noch in der Nachbarschaft wohnt. Außerdem steht ihr Pflegepony „Tyson“ in der Reithalle am Zoo. Als der Tierpark Einweiser suchte, hatte sie sich gleich gemeldet.

Auch Schüler jobben als Parkplatz-Einweiser

Acht bis zehn Kräfte hat die Crew nach Angaben des Tierparks. Darunter sind auch einige Schüler. Bei Schmuddelwetter gibt es für das Parkplatzteam wenig zu tun. So gilt etwa der Februar nicht gerade als Monat mit Hochbetrieb.

Aber es gibt Überraschungen: „Diesmal war Ende Februar die Hölle los“, sagt Geschäftsführer Jörg Bumann und denkt dabei gern an das gute Wetter zurück. Über 8000 Besucher kamen an zwei Wochenenden in den Park - der Rekord für Februar.

Ist Marlies Petersen in der kühlen Jahreszeit als Einweiserin im Einsatz, kann ihr gar nicht genug los sein. „Sonst kann es kalt werden, denn auf der Koppel zieht es.“

Einige Besucher des Tierparks Gettorf sind besonders nett

Die Gettorferin setzt daher aufs Zwiebelschalen-Prinzip: Mehrere Kleidungsschichten halten wärmer. Zum Glück ist sie nicht allzu kälteempfindlich. Stundenlange Einsätze in der Sommerhitze seien anstrengender. „Dann muss man viel trinken und sich gut mit Sonnenschutz eincremen.“

Mitunter bekommen die Einweiser sogar eine Aufmerksamkeit von Besuchern „Einige geben einen Kaffee aus oder bringen Bonbons oder Muffins mit“, freut sie sich. "Die Leute sind meist echt nett.“

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Von Jan Torben Budde

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