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Eckernförde Bistro-Kiosk wird wieder aufgebaut
Lokales Eckernförde Bistro-Kiosk wird wieder aufgebaut
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14:37 06.07.2019
Von Christoph Rohde
Der denkmalgeschützte Kiosk soll bald in neuem Glanz erscheinen. Rechts daneben entsteht ein separates Nebengebäude mit WC und Lagerraum. Quelle: Noor Architektur
Eckernförde

„Ab Herbst beginnen die Arbeiten“, kündigt Bauamtsleiter Timm Ohrt an. Damit fällt die Bautätigkeit in Abstimmung mit Naturkostbar-Betreiberin Simone Schmidt nicht in die Saison, so dass die Gastronomie diesen Sommer durchlaufen kann.

Dennoch soll der Wiederaufbau des Kiosks möglichst zügig über die Bühne gehen. „Wir gehen davon aus, dass wir Ostern fertig sind“, sagt Ohrt. Dann soll nicht nur der denkmalgeschützte Kiosk in neuem Glanz erstrahlen, sondern auch ein kleiner Zweitbau für öffentliche Toiletten und Lagerraum stehen.

Aktuelle Bestimmungen erfordern ein Nebengebäude

Im Vorfeld waren umfangreiche Abstimmungen mit der Denkmalpflege nötig. Das Problem: Bei der Neueröffnung als Bistro gelten aktuelle bau- und konzessionsrechtliche Bestimmungen. Das heißt: Es muss ein Nebengebäude errichtet werden, in das ein öffentliches WC inklusive barrierefreier Toilette integriert wird. Auch ein Lagerraum für die Außenmöblierung kommt hinzu. Das Nebengebäude soll sich nach Forderung der Denkmalpflege gestalterisch deutlich von dem geschützten Reetdachkiosk absetzen.

Architekt Alexander Ullrich (Noor Architektur), der die Gestaltungsvorgaben übernommen hat, plant ein schlichtes Nebengebäude mit Satteldach und einer mit Holzlamellen verkleideten Fassade. Statisch müssen darüber hinaus Anforderungen für den Hochwasserschutz und den Wellenschlag erfüllt werden.

Mikropfähle für eine solide Gründung in schwierigem Baugrund

Da der Baugrund nicht sehr tragfähig ist, ist laut Ullrich eine tiefe Gründung erforderlich. Sie soll durch sogenannte Mikropfähle erfolgen. Die umliegenden Bäume, auch der durch das Feuer angeschlagene Baum, sollen erhalten bleiben. Der Bauantrag ist eingereicht. Die ursprünglich veranschlagten Kosten von 110000 Euro für das Nebengebäude werden sich aufgrund der Auflagen etwas erhöhen.

Simone Schmidt hält noch bis Ende September/Anfang Oktober ihre Naturkostbar am Borbyer Ufer offen, bevor es in die Winterpause geht. Sie erhofft sich von dem Wiederaufbau des Kiosks und dem Toilettengebäude eine „großen Entspannung“ der aktuellen Situation. „Momentan ist das für uns ein großer Kraftakt“, sagt die Naturkostbar-Betreiberin.

Naturkostbar belebt seit ihrer Eröffnung 2017 das Borbyer Ufer

Doch blickt sie zuversichtlich nach vorn. „Wenn das Wetter stimmt, haben wir gut zu tun“, sagt sie. „Ich bin total zufrieden.“ Seit der Eröffnung im April 2017 hat die Naturkostbar spürbar zu einer Belebung des Borbyer Ufers beigetragen. Fürs nächste Jahr hofft Schmidt, dass der Betrieb im April dann in teils sanierten und teils neuen Räumen wieder eröffnen kann.

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