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Eckernförde Propst predigt mit deutlicher Kritik
Lokales Eckernförde Propst predigt mit deutlicher Kritik
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17:28 03.12.2019
Von Tilmann Post
Am letzten Tag der „Lichtreise“-Installation in der Eckernförder St.-Nicolai-Kirche lud der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde zum Jahresempfang ein. Quelle: Tilmann Post
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Eckernförde

Man komme zurzeit häufig nicht anders in die Kirche, als über einen bunten Markt zu gehen. "Hier in Eckernförde ist es nun seit Ende November der 'Ykaerne-Markt', anderswo heißen sie wenigstens ab und zu noch 'Weihnachtsmarkt'", sagte Funck während des Gottesdienstes in der St.-Nicolai-Kirche.

„Es ist ein Irrsinn, einen Weihnachtsmarkt nicht mehr Weihnachtsmarkt zu nennen“, erklärte der Propst später auf Nachfrage. Die Gesellschaft trenne sich allmählich und fortschreitend von ihren Wurzeln und ihrem gemeinsamen Wertekonsens.

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„Warum trauen wir uns nicht zu zeigen, dass die Adventszeit etwas mit Christlichkeit zu tun hat?“, so Funck kopfschüttelnd. Das werde dem Trend zum immer Neuen und Andersartigen geopfert. Der Eckernförder Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr erstmals unter anderem Namen statt.

Eckernförder Kirche bot besondere Lichtkunst

Auf der anderen Seite stelle er fest, dass die Menschen ein gemeinsames Bewusstsein brauchen, um Halt zu finden. Der Advent müsse vielmehr wieder die Zeit werden, in der sich die Menschen bewusst werden könnten, was richtig und wichtig für sie selbst sei, anstatt sich vom Black-Friday, Cyber-Monday und der überstrapazierten Glitzerwelt blenden zu lassen.

Wie ein Schritt in eine andere Welt sei hingegen derzeit St. Nicolai. Die Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kirche erlebten den letzten Tag der Lichtinstallation der Künstlerin Katrin Bethge in der Eckernförder Kirche. „Geheimnisvoll dunkel empfängt sie uns – und doch licht und offen“, so der Propst – ein Hoffnungsraum im Advent.

Gottesdienst zum Beginn des Kirchenjahres

Sönke Funck und sein Kollege Matthias Krüger aus der Propstei Rendsburg sowie Synodenpräses Maike Tesch hatten zuvor die Gäste des Empfangs zum Beginn des Kirchenjahres begrüßt. Tesch übernahm im Gottesdienst die Begrüßung und das Gebet.

„Als Prädikantin ist sie dafür ausgebildet, darüber sind wir sehr froh“, sagte Matthias Krüger. Maike Tesch war im März 2018 zur Synodenpräses gewählt worden und löste damit Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast ab.

Mit ihrer Amtszeit hat der Kirchenkreis damit begonnen, zum Jahresempfang abwechselnd in den beiden Propsteien einen Gottesdienst zu halten. Vorher gab es Festvorträge.

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Alle Bilder zum Jahresempfang in der St.-Nicolai-Kirche Eckernförde sehen Sie hier.

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