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Eckernförde Vier neue Kommandeure in einer Woche
Lokales Eckernförde Vier neue Kommandeure in einer Woche
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18:54 26.09.2019
Von Tilmann Post
Die Übergabe der Truppenfahne ist ein feierlicher Moment beim Kommandowechsel. Hier übergibt Fregattenkapitän Henrik Riechert vom Kommando Spezialkräfte der Marine an Fregattenkapitän Sven Rump (44), der nur von hinten zu sehen ist. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

 „Heute ehren wir im Kern Sie“, sagte Bock an die Adresse der angetretenen Soldaten. „Denn ohne die Truppe ist ein Kommandeur nichts.“ In den Marinestützpunktkommandos Kiel und Eckernförde traten bereits Dienstag und Mittwoch die Fregattenkapitäne Lars Petersen (50) und Oliver Wellinger (37) ihren Dienst an.

Eckernfördes Standortältester Bernd Ufermann ging in den Ruhestand. Am Donnerstag folgten zudem Kommandowechsel bei zwei sehr aktiven Einsatzverbänden.

Beim Kommando Spezialkräfte der Marine übergab Fregattenkapitän Henrik Riechert (43) nach drei Jahren an der Spitze des Bataillons an Fregattenkapitän Sven Rump (44) – vor ausgedünnten Reihen, denn seine Soldaten sind in der ganzen Welt unterwegs.

Eckernförder Spezialkräfte derzeit in Niger, Norwegen und USA

Im Niger werden in der Operation „Wüstenblume“ derzeit Sicherheitskräfte ausgebildet, in Norwegen geben die Kampfschwimmer des Bataillons ebenfalls ihr Wissen weiter und einige Kameraden bilden sich selbst in den Vereinigten Staaten fort. Sven Rump versprach, „Wissen, Erfahrung und Herzblut“ in die Führung des Verbands einzubringen.

„Ich bin stolz, zurück zu sein“, sagte er. Rump hatte bereits bei den Spezialkräften gedient, zuletzt war er im Verteidigungsministerium tätig. Das Bataillon besteht aus der Kampfschwimmer-Kompanie sowie Ausbildungs-, Stabs- und Sanitätseinheiten.

Die genaue Zahl ist öffentlich nicht bekannt, das Kommando soll auf mehr als 500 Soldaten anwachsen. Die Spezialeinheiten werden für Operationen zu Wasser, an Land und aus der Luft eingesetzt.

Kampfschwimmer seit 1974 in Eckernförde stationiert

Wenn nötig klären sie fremde Häfen auf, setzen Zielpersonen fest, kämpfen gegen Einzelziele, nehmen bewaffnete Evakuierungen vor, retten deutsche Staatsangehörige, befreien Geiseln und schützen eigene Schiffe und Anlagen.

Wenn Auslandseinsätze anstehen, sind sie fast immer dabei. Kern der Truppe sind die Kampfschwimmer als älteste Spezialeinheit der Bundeswehr. Sie sind seit 1974 in Eckernförde stationiert.

Jeder von ihnen ist Taucher, Infanterist und Fallschirmspringer in einer Person. Die Ausbildung dauert mehrere Jahre, dazu zählen Einzelkämpferlehrgänge.

Seebataillon bald 1400 Mann stark

Das Kommando Spezialkräfte der Marine gehört ebenso zur Einsatzflotille 1 wie das Eckernförder Seebataillonebenfalls ein gefragter Spezialverband, bei dem Mittwoch die Führung wechselte. Fregattenkapitän Axel Meißel (45) übergab an Fregattenkapitän Norman Bronsch (38).

„Mich hat immer der unbedingte Wille beeindruckt, klaglos jede Herausforderung anzunehmen und Höchstleistung zu liefern“, so Meißel, der den Verband drei Jahre geführt hatte. In seiner Zeit wuchs das Bataillon von 800 Soldaten auf derzeit mehr als 1100 Kameraden. Bald sollen es 1400 sein.

„Was meine Frauen und Männer leisten, geht nur mit vorbehaltlosem Zusammenhalt und klarem Blick für das Wesen unseres Auftrages: Jederzeit hochwertige, verlässliche, unprätentiöse Dienstleistung für die Flotte und die Bundeswehr in den internationalen Einsätzen“, sagte Meißel.

Er sei seinen Soldaten zu Respekt und Dank verpflichtet. Im Seebataillon sind Marineinfanteristen, Minentaucher, Bordeinsatzsoldaten, Küsteneinsatz- und Aufklärungskräfte der Marine zusammengefasst.

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