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Eckernförde "U 36" kehrt nach Eckernförde zurück
Lokales Eckernförde "U 36" kehrt nach Eckernförde zurück
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12:09 06.06.2019
Die Mannschaft des deutschen U-Bootes "U 36" steht im Marinehafen an Deck. Quelle: Carsten Rehder
Eckernförde

Nach fast fünf Monaten im Einsatz wird das U-Boot "U 36" der deutschen Marine am Freitag im Marinestützpunkt Eckernförde zurückerwartet. Während der zurückliegenden mehr als 130 Tage hat die Besatzung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Michael Rudat (38) an mehreren internationalen Übungen teilgenommen. Unter anderem war die Crew mit "U 36" drei Wochen ohne Pause während des britischen Großmanövers "Joint Warrior" auf See. Danach hat die Besatzung vor Plymouth (England) die Ausbildung der britischen Marine unterstützt.

Ruder von "U 36" berührten Meeresgrund in Norwegen

Während der Reise hatte es am 14. Mai jedoch auch eine Grundberührung gegeben. Die Marine erklärte damals, zu dem Unfall sei es nach dem Ablegen im norwegischen Hafen Haakonsvern gekommen. Die Ruder hätten leicht den Meeresgrund touchiert. Experten waren anschließend für Reparaturen nach Norwegen gereist und hatten die Schäden unter Wasser begutachtet. "Sie waren weitaus geringer als gedacht", sagte ein Marinesprecher. "Ein Extra-Werftaufenthalt ist nicht nötig."

"U 36" mit sechs U-Booten in Eckernförde stationiert

Insgesamt hat "U 36" in den vergangenen Monaten etwa 8800 Seemeilen (rund 16 300 Kilometer) zurückgelegt, davon rund 5000 getaucht (etwa 9260 Kilometer). Es gehört dem einzigen deutschen U-Boot-Geschwader an. Dieses ist mit sechs Booten im schleswig-holsteinischen Eckernförde stationiert. Das Boot war Ende Januar zu einer viermonatigen Fahrt nach Norwegen verabschiedet worden.

Wie das Marinekommando bestätigte, war das U-Boot "U 36" beim Ablegemanöver in der norwegischen Marinebasis mit einem Ruderblatt gegen einen Felsen gekommen. "Es gab dabei eine leichte Beschädigung. Taucher haben das Ruderblatt fotografiert. Die Bilder werden jetzt in Eckernförde ausgewertet", so ein Sprecher des Marinekommandos in Rostock

Ruderblatt von "U 36" beschädigt

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Ursache für die Havarie wird ebenfalls untersucht. Das Boot hatte sich mit Rückwärtsfahrt vom Anleger entfernt und wollte gerade auf Vorausfahrt umsteuern. Dabei kam es aber zu der Berührung mit dem Felsen. Nach der Havarie konnte das Boot aber aus eigener Kraft zum Anleger zurückkehren.  "Das Ruder lässt sich bewegen", so der Sprecher weiter.



Der Unfall weckt Erinnerungen an eine Havarie im Oktober 2017, als das Schwesterboot "U 35" in norwegischen Gewässern ebenfalls mit einem Ruderblatt an einem Felsen hängen blieb. Damals wurde das Ruderblatt stark verbogen. "U 35" ist seit dem Unfall noch nicht wieder einsatzbereit.

Seit Januar drei U-Boote wieder klar

Nachdem ab Oktober 2017 über fast ein Jahr lang kein deutsches u-Boot einsatzbereit war, hatte sich die Lage gerade wieder entspannt. Nach "U 36" waren auch "U 31" und "U 33" wieder in Fahrt gekommen.

"U 36" war im Januar zu einem längeren Manöver nach Norwegen ausgelaufen. Dabei hatte das Boot auch an großen Manövern teilgenommen und erfolgreich einen Torpedoschießabschnitt absolviert.

Auch "U35" baute schon einen Unfall in Norwegen

Der Unfall weckt Erinnerungen an eine Havarie im Oktober 2017, als das Schwesterboot "U 35" in norwegischen Gewässern ebenfalls mit einem Ruderblatt an einem Felsen hängen blieb. Damals wurde das Ruderblatt stark verbogen. "U 35" ist seit dem Unfall noch nicht wieder einsatzbereit.

Hier sehen Sie das Auslaufen des U-Boots aus Eckernförde.

Mehr dazu:

Deutsches U-Boot kollidiert mit Felsen

Fotostrecke: U-Boot "U 36" verabschiedet sich aus Eckernförde nach Norwegen

Nach Kollision: "U 36" kehrt nach Eckernförde zurück

Von RND/dpa

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