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Eckernförde Neues Herzstück der Kunstszene
Lokales Eckernförde Neues Herzstück der Kunstszene
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18:30 07.05.2019
Von Christoph Rohde
Noch wird im Obergeschoss gebaut, wo neue Ateliers entstehen. Doch im Untergeschoss der Galerie CarlsArt 78 läuft bereits der Ausstellungsbetrieb an. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Carlshöhe-Investor Wolfram Greifenberg stellt die Räume zur Verfügung. Sie können von Künstlern ohne Provision gemietet werden. „Wir organisieren die Aufsicht, machen Werbung und die Internetseite“, erläutert Margit Buß. Dem Leitungsteam gehe es nicht darum, eine Galerie für eigene Werke aufzubauen. „Wir wollen vielmehr Platz schaffen, dass alle Künstler hier ein Forum bekommen können.“ Geplant sind in der Regel vier Ausstellungen im Jahr, darunter eine Veranstaltung des Vereins Natur & Kultur Carlshöhe, eine Gruppenausstellung von Vereinsmitgliedern und zwei Ausstellungen mit externen Künstlern.

Künstlergemeinschaft als kleines "Worpswede des Nordens"

Margit Buß bezeichnet die Künstlergemeinschaft auf der Carlshöhe als „kleines Worpswede des Nordens“. Es gebe eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Vereins. Um dennoch im Ausstellungsbetrieb des CarlsArt 78 nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, sollen Künstler von außen (auch aus Dänemark) für zusätzliche Impulse sorgen. „Dabei wollen wir das Niveau hoch halten“, so Buß. Ziel bleibe es aber, für die Kunst in Eckernförde etwas zu tun. Gewinne würden durch die Galerie nicht gemacht, lediglich die Betriebskosten müssten gedeckt werden.

Das CarlsArt 78 soll zum neuen Herzstück der großen Kunstszene auf der Carlshöhe und darüber hinaus werden. Derzeit werden durch Greifenberg sogar 12 bis 14 neue Ateliers im Haus 78 in der oberen Etage ausgebaut. An Glaswänden sollen Bilder gehängt werden können, so dass eine Art Kunstgasse entsteht. Bestehen bleibt in der Galerie die NaKu-Tube als ständige Ausstellungsmöglichkeit der Vereinsmitglieder von Natur & Kultur Carlshöhe. „Wir wollen die Potenziale nutzen, die wir hier haben“, sagt Buß.

Größte Privatgalerie mit 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche

Mit 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist das CarlsArt 78 nach eigenen Angaben die größte Privatgalerie in Schleswig-Holstein. Offiziell soll sie am 1. September mit Arbeiten von Cora Korte und Rainer Gröschl aus Kiel eröffnet werden. Zuvor laufen noch kleinere Zwischennutzungen – wie aktuell die Ausstellung der Galerie Nöth zum Im- und Expressionismus. 

Wolfram Greifenberg geht nach wie vor davon aus, dass es eine Greifenberg-Stiftung geben wird. Die Gründung ist jetzt direkt beantragt. Die Stiftung soll die Kulturszene in Eckernförde und über die Stadtgrenzen hinaus dauerhaft fördern. Die beiden Künstlerhäuser Carlshöhe 44 und 60 sowie das CarlsArt gehören dem Mäzen privat. Das Carls Eventlocation wird wie bisher weiterbetrieben, so Greifenberg. Für später sei geplant, das Carls und das Galeriegebäude in das Siftungsvermögen übergehen zu lassen.

Künftige Greifenberg-Stiftung will kulturelle Projekte fördern

Den Stiftungszweck will Greifenberg dahingehend ändern, dass nicht mehr aktiv kulturelle Veranstaltungen durchführt, sondern Räume der Stiftung für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung gestellt und Projekte finanziell unterstützt werden. Mit dieser Änderung ist auch die Stelle einer hauptamtlichen Kulturbeauftragten entfallen. Das eingesparte Geld, so Greifenberg, könne dann direkt in andere kulturelle Projekte gesteckt werden.

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