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Eckernförde Politikbündnis für Demokratie und Europa
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21:52 15.05.2019
Von Cornelia Müller
Das Bündnis für Demokratie und Europa Gettorf: Thorsten Wilke (FDP), Timea Aden (CDU), Tim Holborn (Bündnis 90/Die Grünen) und Gesa Gaedecke (SPD). Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

"In Gettorf gibt es so viel Engagement für die Gemeinschaft, ob in Parteien oder Vereinen oder privat. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können", betont Timea Aden, stellvertretende CDU-Vorsitzende, ebenso wie Gesa Gaedecke aus dem Ortsvorstand der SPD.

"Und jetzt wuchern wir vier Parteien in der Gemeindevertretung gemeinsam mit dem, was uns am meisten am Herzen liegt: Wir wollen den Wert unserer Demokratie deutlich machen und sie gemeinsam erhalten. Uns alle bewegt die Sorge, dass sich Extreme immer mehr etablieren."

Gettorfer Parteien werben für eine hohe Beteiligung an der Europawahl

Unumwunden stimmen der Grünen-Vorsitzende Tim Holborn und sein FDP-Amtskollege Thorsten Wilke bei der offiziellen Vorstellung des Zusammenschlusses am Dienstagabend zu. Holborn konkretisiert: "Wir arbeiten zwei Ebenen heraus. Die Große ist aktuell die Wahl des Europaparlaments am 26. Mai, an der sich alle beteiligen sollten."

"Unserem Bündnis es nicht darum, welche Partei im einzelnen gewählt wird, sondern dass die EU demokratisch arbeitet und Wahlen das bedeutende Element sind. Der Rechtspopulismus arbeitet dagegen. Auf anderen Ebenen werben wir dafür, sich in und für Gettorf zu engagieren, in der Politik mitzureden, sich demokratisch auseinanderzusetzen."

Dass dies über Parteigrenzen hinweg und ohne Konkurrenzdenken klappt, würdigt Wilke "als außerordentlich". "Das macht wirklich Spaß", ergänzt Holborn. Bürger sollten begreifen, "dass es ein Privileg ist, in einer vollständigen Demokratie zu leben. Das trifft nur auf 4,5 Prozent der Weltbevölkerung zu", betonen sie.

Sorge um Rechtspopulismus schweißt Gettorfs Kommunalpolitiker zusammen

Die Initiatorin des ersten Parteien-Bündnisses dieser Art in der Region, das sich dauerhaft gemeinsam für Demokratie stark machen will, ist Kristiane Molzen, Partnerin von Norbert Koch. Er sitzt dem SPD-Ortsverein zusammen mit Nadine Marie Zikofsky vor. Doch er und Molzen wollen im Hintergrund bleiben.

"Ihr hat es eines Abends nach der Tagesschau gereicht, als es um rechtsradikale Strömungen ging", berichtet Koch. "Sie forderte: Wir müssen was tun!" Gesagt, getan: Koch lud Vertreter der anderen Parteien im November 2018 ins SPD-Büro ein und rannte mit dem Anliegen "offene Türen ein".

In mehreren Treffen konkretisierte das Bündnis die Strategie. Beim Rapsblütenfest des Handels- und Gewerbevereins am Sonntag, 19. Mai, will das Bündnis ab 11 Uhr bis Veranstaltungsende gegen 18 Uhr an einem durchgängig besetzten Stand mit Bürgern und Gästen zum Thema Europa ins Gespräch kommen.

Europäische Förderung über die Aktivregion stärkt die Kommunen

Dafür gibt es Infomaterial für alle Altersgruppen. Die Funktionen und Auswirkungen der Europäischen Union (EU) auf jeden Bürger auch in der Region werden die Politiker an Beispielen erklären.

Konkret geht es zum Beispiel um europäische Förderung über die Aktivregion. Ob Historische Schulstube im Heimatmuseum Gettorf, Markttreff Sehestedt, Treibseldüne Noer, Hofkäserei Rzehak in Wulfshagenerhütten, barrierefreie Strandplattform Eckernförde - das alles wäre ohne die EU-Mittel in Höhe von 10.000 bis 750.000 Euro nie oder nicht vollständig möglich.

2020 will das Bündnis nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Isarnwohldschule ein Parlament der Jugendlichen für Gettorf anstoßen. Weitere regelmäßige Veranstaltungen mit Bürgern und für Bürger sind geplant.

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