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Eckernförde Drachen erobern Himmel über der Stadt
Lokales Eckernförde Drachen erobern Himmel über der Stadt
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15:13 22.04.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Passend zu Ostern lässt Peter Schmidt, Vorsitzender der Drachenfreunde Stieg op, ein Osterei aufsteigen. Das Festival fand nach vielen Jahren am Südstrand erstmals wieder am Kurstrand in Eckernförde statt. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Eckernförde

Die faszinierende Drachenvielfalt im Ostseebad war weithin sichtbar und lockte zahlreiche Spaziergänger zum Bereich vor der DLRG. Vor Jahren waren die Drachenfreunde hier schon mal – doch lange fand das Ostertreffen zuletzt am Südstrand statt – und stets am Ostersonntag.

Schon vormittags viele Besucher

„Wir wollten aber gerne auf den Montag“, erklärte Peter Schmidt: „Weil der Ostersonntag der höchste kirchliche Feiertag ist.“ Und dann habe die Touristik auch noch den Vorschlag gemacht, mit dem Festival näher an die Stadt zur rücken. „So viele Besucher hatten wir noch nie vormittags“, sagte der Kieler Peter Schmidt begeistert zur Resonanz.

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Die meisten Objekte sind handgemacht

Fast alles, was am Himmel flatterte, sei selbstgebaut, erklärte der Drachenfan. Er selbst hatte zum Beispiel – passend zu Ostern – ein fliegendes Osterei dabei. „Es gibt für jeden Wind den passenden Drachen“, sagte der Experte zur Frage, ob der Wind nicht schon etwas stark für die filigranen Flatterer sei. Er hatte am Montag auch noch einen  weißen Drachen in der Luft, dessen Schwanz aus Fallschirmseide ist und sich deshalb unablässig bewegt.

Fliegender Fischer

Zu den Hinguckern am Strand gehört auch ein fliegender Fischer, der „Fietje“ heißt. Michael Heyduck aus Osterrönfeld hat ihn gebaut, nach japanischem Vorbild. „Sode“ oder Kimonodrachen heißen die T-förmigen Flugobjekte. Weiter hinten am Strand schwebte ein ungleich größeres Objekt in Form einer „Küstennebel“-Flasche in der Luft: Neben den gelben, ebenfalls selbst angefertigten Bannern gehört es zu den Erkennungszeichen des Vereins „Stieg op“.

Beliebtes Fotomotive: Turbine

Ein beliebtes Fotomotiv war auch eine große rotierende Turbine, die vier, fünf Meter über dem Strand schwebt. Etwa 15 Meter lang ist dieser Drachen, den die Hamburger Kerstin Wulff und Carsten Lähn (beide 50) mitgebracht haben. Recht spontan: Erst am Vortag hatten sie vom Festival im Ostseebad erfahren. „Sehr schön“ fand die Hamburgerin die Veranstaltung. Etwa 20 Drachen hat das Paar, das allerdings nicht selbst baut.

Besucher nutzten Chance zum Kauf

Angesichts der schönen Drachen am Himmel nutzten auch viele Gäste die Chance, im Drachenladen am Strand ein fertiges Flugobjekt zu erwerben. „Das ist gar nicht so einfach“, stellte eine Frau fest, deren Drachen gerade zu Boden gegangen war. „Tschuldigung“, rief sie dann und eilte der Drachenschnur am Strand nach. Und unweit davon rief ein Vater seinem Sohn zu: „Immer schön festhalten!“

Treffen der Drachenfreunde

Wer auf den Geschmack gekommen ist: Die Drachenfreude Stieg op Eckernförde und Rendsburg treffen sich jeden Donnerstag (außer in den Ferien) von 17 bis 18.30 Uhr zum Austausch oder Drachenbauen in der Pestalozzischule in Eckernförde. „Da kann man einfach vorbeikommen“, sagte Peter Schmidt.

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