Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Eckernförde Awo steht für den Einsatz vieler Frauen
Lokales Eckernförde Awo steht für den Einsatz vieler Frauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:55 30.09.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Vor einem Porträt der Awo-Gründerin Marie Juchacz: (von rechts): Joachim Wendt-Köhler (Awo-Kreisvorsitzender), Wolfgang Baasch (Landesvorsitzender) und Peter Stark, stellvertretender Awo-Kreisvorstand. Anlass ist das hundertjährige Bestehen des Wohlfahrtsverbandes. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Eckernförde

"Die Gründungsgeschichte der Awo hat viel mit starken Frauen zu tun“, erklärte der Kreisvorsitzende Joachim Wendt-Köhler dort. Umso mehr bedauerte er, dass Festrednerin Serpil Midyatli ihren Vortrag absagen musste: Die SPD-Fraktionschefin im Landtag war erkrankt. Die 44-Jährige ist auch Mitglied im SPD-Parteivorstand: Für Joachim Wendt-Köhler wäre das eine schöne Verbindung zu Awo-Gründerin Marie Juchacz gewesen, die vor hundert Jahren im zentralen Parteivorstand der SPD aktiv war.

"Wichtiger, verlässlicher Partner"

Im Vergleich zu vielen anderen, eher homogenen Vereinen sei die Arbeiterwohlfahrt eher ein offenes Satellitensystem, das durch ein Wertesystem verbunden sei, erklärte Joachim Wendt-Köhler. Der Kreisverband betreut 13 Ortsvereine. „Wir sind auf jeden davon angewiesen“, betonte er. Landrat Oliver Schwemer bezeichnete die Awo als einen „Wohlfahrtsverband mit ganz besonderer Prägung und bei uns im Kreis vielfach unterwegs“. Sie sei ein „wichtiger und verlässlicher Partner – dafür danke ich.“

Eckernfördes Bürgervorsteherin Karin Himstedt verwies auf das Jubiläumsmotto der Awo: „100 Jahre – Erfahrung für die Zukunft“. Die Awo sei ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement – und auch für den Einsatz vieler Frauen. Dass die Bürgerbegegnungsstätte (BBS) der Awo in Eckernförde nun zu einem Familienzentrum ausgebaut werden soll, „freut uns sehr“.

Erinnerung an Gründerin Marie Juchacz

Der Awo-Landesvorsitzende Wolfgang Baasch ließ Grüße vom Awo-Mitglied Midyatli ausrichten, die er vormittags noch bei der Kita-Diskussion im Landtag getroffen hatte: „Sie haben eine Veranstaltung bei ihr gut!“ Awo-Gründerin Marie Juchacz habe die größten Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts erlebt „und immer wieder den Aufbau organisiert“. Die Awo zeichne aus, dass sie alles umfasse – von der konkreten Leistung bis zur politischen Forderung.

Ziel: Früh Demokratie lernen

Wolfgang Baasch blickte aber auch in die Zukunft: Die etwa 90 Awo-Kindergärten sollen zu Demokratie-Kitas werden, kündigte er an: „In denen Kinder ein hohes Maß an Selbstbewusstsein bekommen.“ Ja, das könne schon mal dazu führen, dass Erwachsene Dinge öfter erklären müssten: „Aber diese Kinder sind am ehesten gefeit gegen Populisten – diese Kinder werden hinterfragen.“

Zu den Besuchern – etwa 80 waren angemeldet – gehörten auch Vertreter anderer Vereine und die Nutzer der Bürgerbegegnungsstätte in Eckernförde. So war unter den Gästen auch Jörg Weimer, der sich bis Juni für die SPD in der Schwedenecker Kommunalpolitik engagierte und im Knatsch um Kinderbetreuung von allen Ämtern zurücktrat. Seither engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender der Awo Gettorf und Umgebung und sagt: „Wenn man soziales Interesse hat und etwas sofort umsetzen möchte, ist das hier einfacher als in der Kommunalpolitik.“

Auch Gäste anderer Institutionen

Cornelia Harberg-Meyer aus Hohn war als Vertreterin des Helferinnenkreises Rendsburg-Eckernförde gekommen. Sie freute sich, etwas über die lange Geschichte der Awo zu erfahren und hoffte auf einen Austausch mit anderen engagierten Menschen. Dazu gab es nach den Reden bei einem Imbiss in der Bürgerbegegnungsstätte und dem neuen Familienzentrum gleich nebenan viel Gelegenheit.

Weitere Nachrichten aus der Region Eckernförde finden Sie hier.

Sonntagmorgen vor dem Wassersportclub am Wittensee: Nach und nach treffen Segler ein, die nachher hier bei einer Regatta starten werden. Nichts Ungewöhnliches im Wassersportland Schleswig-Holstein. Nur dass hier einige Teilnehmer im Rollstuhl kommen. Mit Blindenstock. Oder mit anderen Handicaps.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 29.09.2019

Eine rätselhafte Blutspur beschäftigt die Polizei in Gettorf. Ein Zeuge hatte am Sonntag, 29. September, gegen 0.40 Uhr einen Verkehrsunfall in Gettorf gemeldet. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, fanden sie nur eine beschädigte Leitplanke und Blutspuren. Jetzt werden Zeugen gesucht.

Annemarie Heckmann 29.09.2019

Es ist die letzte Ruhestätte des Grafen von Noer und seiner Gemahlin Carmelita. Ihre Särge stehen in einem Mausoleum, dessen Kuppel als sternenreicher Nachthimmel gestaltet ist. Zu dem Grabbau am Schloss Noer bot die Heimatgemeinschaft Eckernförde am Sonnabend einen Ausflug an.

Jan Torben Budde 29.09.2019