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Eckernförde Eckernförde: Klagen über Apotheken-Notdienst
Lokales Eckernförde Eckernförde: Klagen über Apotheken-Notdienst
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08:49 14.02.2017
Von Uwe Rutzen
Vor zwei Jahren wurde der Apotheken-Notdienst in Schleswig-Holstein neu geregelt. Vielen ist das noch immer nicht bekannt. Vereinzelt beklagen Patienten längere Fahrzeiten, um an die Medikamente zu kommen. Quelle: dpa
Eckernförde

Entstanden ist seither eine flächendeckende Arzneimittelversorgung, die unter Einbindung aller Apotheken im Lande einen 24-Stunden-Notdienst sicherstellt.

 Die Beschwerden kamen über Nacht. Als Kirsa Philps morgens aufwachte, klagte sie über Kopf- und Gliederschmerzen. Sie hatte Fieber und fühlte sich schlapp. Ihre Eltern, bei denen sie gerade zu Besuch war, fuhren – weil es Wochenende und der Hausarzt nicht erreichbar war – mit ihr in die Anlaufpraxis an der Eckernförder Imland Klinik. Dort wurde sie eingehend untersucht. Am Ende erhielt sie vom behandelnden Arzt ein Rezept für Medikamente, die Linderung verschaffen sollten. Womit allerdings weder sie noch ihre Eltern gerechnet hatten: In Eckernförde war keine der sieben Apotheken für den Notdienst eingeteilt. „Wir konnten zwischen Gettorf oder Schleswig wählen“, sagt Ingo Hansmann, der Vater der jungen Frau. Er entschied sich für Gettorf, weil der Ort für ihn am schnellsten erreichbar war. Allerdings zeigte er sich erstaunt, über diese ihm neue Notdienstregelung: „Was ist, wenn ältere oder alleinstehende Menschen, die über kein Auto verfügen, außerhalb der normalen Öffnungszeiten der Apotheken die benötigten Medikamente abholen wollen?“, fragt er.

 So neu wie vermutet ist diese Regelung allerdings nicht, wie Dr. Stefan Zerres, Justiziar der Apothekerkammer Schleswig-Holstein, auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert. Sie ist immerhin schon vor etwas mehr als zwei Jahren in Kraft getreten. „Ziel war es, die zum Teil erheblichen Unterschiede in der Belastung der Betriebe und in der Erreichbarkeit einer Apotheke auszugleichen“, betont er. In der Vergangenheit gab es nämlich vor allem in den ländlichen Regionen Apotheken, die nachts oder an Wochenenden keinen Notdienst leisteten. Diese Struktur habe zu erheblichen Unterschieden in der Notdienstbelastung der Apotheken geführt.

 Dr. Lutz Heinze, Inhaber der Borbyer Apotheke, kann das bestätigen. Vor der Neuregelung hätten er und seine Berufskollegen in Eckernförde alle sechs Tage einen 24-Stunden-Notdienst leisten müssen. So seien im Jahr etwa 50 solcher Dienste zusammengekommen. Und diese seien in der Vergangenheit auch nicht als Extradienste vergütet worden. Inzwischen werden sie honoriert, und mittlerweile versieht Heinze auch nur noch knapp 30 dieser Dienste pro Jahr. Kostendeckend, so sagt er, sei die Vergütung allerdings nicht. Dennoch erachtet er die landesweite Einbindung aller Apotheken in einen 24-Stunden-Notdienst als „mathematisch korrekt und gerecht.“

 Dass Patienten nun außerhalb der normalen Apotheken-Öffnungszeiten größere Entfernungen zurücklegen müssen, um an ihre Medikamente zu kommen, hält er für zumutbar. Nach Angaben des Kammer-Justiziars erfolgt die Verteilung der Dienste computergestützt nach klaren Vorgaben. Dazu zählt unter anderem die maximal zumutbaren Straßenkilometer vom Ortsmittelpunkt einer Gemeinde zur nächsten Notdienst-Apotheke. Die Entfernung variiere nach der Größe der Ortschaft. In Großstädten mit über 70000 Einwohnern sei eine Apotheke in maximal zehn Kilometer Entfernung zu erreichen, in Mittelstädten (20000 bis 70000 Einwohner) in 16 Kilometern und in Kleinstädten (5000 bis 20000 Einwohner) in 23 Kilometer Entfernung. In ländlichen Bereichen mit einer Bevölkerung von unter 5000 Einwohnern liege die Entfernung bei 38 Kilometern.

 Dies, so Zerres, seien angemessene Entfernungen. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass es sich um einen Notdienst für Ausnahmefälle handele. Dieser habe nicht die Aufgabe, eine möglichst bequeme Arzneimittelversorgung zu gewährleisten.

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