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Eckernförde Pastor zimmert Holzwiege im Baumarkt
Lokales Eckernförde Pastor zimmert Holzwiege im Baumarkt
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16:42 21.12.2019
Von Jan Torben Budde
Krippenspiel im Baumarkt: Die Pastoren Brigitte Gottuk und Lars Klehn schlüpften in die Rollen von Maria und Josef, um mit Passanten über die biblische Geschichte ins Gespräch zu kommen. Quelle: Jan Torben Budde
Eckernförde

Ihr kleines Schauspiel beobachteten die überraschten Passanten mit einem Mix aus Faszination und Skepsis.

Als Kulisse dienen Ochs- und Esel-Attrappen. Auf Hockern sitzend fallen die Eckernförder Tourismuspastorin und der Pastor für Personal- und Gemeindeentwicklung mit Sitz in Rendsburg im Eingangsbereich des Baumarktes sofort ins Auge. Gottuk faltet Stoffwindeln, Klehn zimmert eine Holzwiege für das Jesuskind. Im Gegensatz zu Zimmermann Josef vor 2000 Jahren stehen ihm allerdings Akkuschrauber und Stichsäge als Werkzeuge zur Verfügung. „Das Sandpapier ist gut“, sagt Klehn schmunzelnd.

Ansonsten bleiben beide während ihres Auftritts konsequent in den biblischen Rollen, erzählen von dem einfachen Leben in Israel damals, der anstehenden Reise nach Bethlehem, der Volkszählung und der bevorstehenden Geburt im Stall. „Es wird ein ganz besonderes Kind“, sagt Maria-Darstellerin Gottuk, die sich für das Baumarkt-Krippenspiel einen Babybauch mit einem Kissen ausgestopft hat.

Mehrstündiges Schauspiel im Baumarkt

Und die Reaktionen? „Manche haben es eilig, andere bleiben stehen“, sagt Maria. Im Hintergrund piepen die Kassen. Eva Conrad kommt nach ihrem Einkauf mit den beiden ins Gespräch, ist von dem Krippenspiel ganz angetan: „Ich finde die Idee gut“, lobt die Eckernförderin, „es ist wichtig, die Geschichte immer wieder an die Menschen heranzutragen.“

Das mehrstündige Schauspiel im Baumarkt ist eine „Pop-up Church“-Aktion. Was das bedeutet? „In einer Zeit, in der immer weniger Menschen die christlichen Feste, die dazugehörigen biblischen Geschichten und Traditionen kennen, kommt die Kirche mit ihren Geschichten an die Orte, an denen die Menschen sind“, erklärt Pastor Klehn. Zum Beispiel in den Baumarkt.

Im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde ist es laut Helge Buttkereit, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die erste „Pop-up Church“. Die Idee stamme von einer Klausurtagung des Zentrums für Kirchliche Dienste des Kirchenkreises. Weitere solcher Aktionen, die Spaß bringen und zum Nachdenken anregen, sollen folgen. „Wir müssen gucken, inwieweit sich die Pläne umsetzen lassen“, so Buttkereit.

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