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Eckernförde Das Konzept für die Zukunft steht
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14:27 30.08.2019
Von Christoph Rohde
Touristikmanager Stefan Borgmann hofft auf eine breite Beteiligung bei der Vorstellung des Tourismuskonzepts "Eckernförde 2030" am Montag in der Stadthalle. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Seit November 2018 läuft die Fortschreibung des alten Tourismuskonzepts. Im Vorfeld gab es Befragungen, Analysen, Workshops und Bürgerbeteiligungen. „Jetzt sind die Ergebnisse daraus gezogen, jetzt können wir die Arbeit abschließen“, sagt Borgmann. Das Resultat ist ein Wegweiser, der die Entwicklung des Ostseebades durch die nächsten Jahre begleiten soll. „Wir sehen das Konzept als roten Faden, eine Orientierung, von der man auch mal links und rechts abweichen kann, aber immer wieder auf den Pfad zurückfinden sollte“, so der Touristikmanager.

Tagungshotel mit mindestens vier Sternen gefragt

Zu den Zielen bis 2030 gehört unter anderem die Schärfung des touristische Profils, aber auch eine Belebung der Vor- und Nachsaison mit Schlechtwetterangeboten, wie es eine Indoorspielhalle im Bereich der Nooröffnung sein könnte. Prägend für das Ostseebad ist weiterhin der Dreiklang aus Stadt, Strand und Hafen. „Den Stadtstrand müssen wir noch mehr herausstellen“, betont Borgmann. Auch passende Übernachtungsangebote sollen entwickelt werden. Da kommt im Konzept auch Idee für ein Tagungshotel mit mindestens vier Sternen wieder ins Spiel. Drei Investoren, die im Mai ihre Entwürfe vorstellten, sind offenbar weiterhin interessiert.

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Bei Veranstaltung soll Qualität mehr im Vordergrund stehen

Gastronomie und Einzelhandel bilden ein weiteres Feld. „Es gibt bestimmte Angebote, die fehlen“, sagt Borgmann. Dazu gehört nach seinen Worten mehr Gastronomie, von der sich aus der Blick auf Strand und Ostsee genießen lässt. Bei den Veranstaltungen im Ostseebad geht es darum, „die Spreu vom Weizen zu trennen“. Ein bisschen weniger sei mehr, sagt Borgmann. „Wir wollen künftig mehr auf Qualität setzen.“ Denn die Entschleuniger, eine der drei von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein ausgemachten neuen Zielgruppen, legten Wert auf hochwertige Angebote. Das könne eine Roof-Top-Bar sein oder ein Tangoabend auf der Terrasse. Rad- und Wanderangebote kämen den Naturliebhabern entgegen, so Borgmann. Und Aktivfamilien würden sich über Strandspielplätze und Wassersport freuen.

Konzept behandelt auch negative Auswirkungen des Tourismus

Also alles für die Touristen? „Nein“, sagt der Experte. Denn vieles, was die Bürger ganzjährig in Eckernförde hätten, gäbe es ohne den Tourismus nicht. „Das müssen wir noch stärker kommunizieren.“ Das Konzept verschweigt aber auch die negativen Auswirkungen des Geschäfts mit den Urlaubern und Tagesgästen nicht. Dazu gehören die Verkehrsbelastung und die wachsende Zahl der Ferienwohnungen in der Innenstadt. Auch hier, so Borgmann, gebe es Handlungsempfehlungen, um die Verkehrssituation zu verbessern – etwa mit Sharing- und Shuttle-Modellen – sowie die Zunahme an Ferienwohnungen zu regulieren.

Das letzte Wort hat die Ratsversammlung am 30. September

Das komplette Konzept wird von Michael Deckert (Tourismusberatungs-Agentur Dwif) am Montag im Detail von den Zielen bis zu den Leitprojekten in der Stadthalle vorgestellt. Anschließend können die Besucher das Gehörte an Ständen mit Info-Wänden und den Experten von Lenkungsgruppe, Dwif und Touristik noch einmal vertiefen und Fragen stellen. Ab Dienstag sollen alle Inhalte auch online unter www.ostseebad-eckernfoerde.de einsehbar sein. Am 18. September behandelt der Wirtschafts- und Finanzausschuss das Tourismuskonzept, bevor es am 30. September von der Ratsversammlung verabschiedet werden soll.

Öffentliche Vorstellung des TourismuskonzeptsEckernförde 2030“, Montag, 2. September, 18.30 Uhr in der Stadthalle.

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