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Eckernförde Kein blauer Dunst auf Spielplätzen
Lokales Eckernförde Kein blauer Dunst auf Spielplätzen
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11:58 10.09.2019
Von Christoph Rohde
Rauchen auf städtischen Kinderspielplätzen ist künftig verboten - das hat jetzt der Eckernförder Bauausschuss beschlossen. Quelle: Jens Kalaene
Eckernförde

SSW, CDU, FDP und Ratsfrau Doris Rautenberg hatten den gemeinsamen Antrag in die Ausschusssitzung eingebracht. „Überall gibt es Rauchverbote, nicht aber auf Kinderspielplätzen. Das hat uns irritiert“, sagte der SSW-Fraktionsvorsitzende Rainer Bosse. Das Zigaretten-Tabu soll dazu beitragen, weggeworfene Kippen auf Kinderspielplätzen zu vermeiden und die Vorbildfunktion der Eltern gegenüber den Kindern zu stärken. Gerade Kippen, so Bosse, stellten für Kleinkinder eine große Gefahr dar. Das Verschlucken könne zu Vergiftungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Was nützen Verbotsschilder, wenn sich keiner dran hält

Ob dieses Thema im Bauausschuss richtig platziert war, stellten einige Redner in Frage. Edgar Meyn (Grüne) sprach sich gegen „kleckerweise Maßnahmen“ aus. Auf Beschluss des Umweltausschusses soll ein Arbeitskreis „Saubere Stadt“ eingesetzt werden, der sich am 28. Oktober konstituiert. Hier oder im Umweltausschuss, so Meyn, wäre das Thema besser aufgehoben. Zumal es sich um ein gesellschaftliches Problem handele. „Was nützen Verbotsschilder und keiner hält sich dran.“ Vielmehr müsse der soziale Druck steigen, dass ein Fehlverhalten nicht geduldet werde.

Auch am Strand gibt es ein Kippenproblem

Von einem Schnellschuss sprach Rainer Beuthel (Linke). Und SPD-Politikerin Frauke Piechatzek ging das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen nicht weit genug. „Das sollten wir auch am Strand machen, denn dort gibt es auch ein Kippenproblem.“ Nach Angaben von Bürgermeister Jörg Sibbel hat Eckernförde 24 städtische Kinderspielplätze. Um jeden der jeweils zwei Eingänge zu beschildern, seien insgesamt 48 Schilder notwendig. Ferner müssten die Aschenbecher an den Mülleimern demontiert werden. Eine Überwachung des Verbots sei schwierig, gab der Verwaltungschef zu bedenken. Es sei eher ein Appell, auf den Kinderspielplätzen nicht zu rauchen.

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